DAN WEBB AND THE SPIDERS haben seit ihrer Gründung 2009 schon fünf Studioalbum veröffentlicht. Hinzu kommen fünf Touren. Auch in Deutschland war die Band schon mehrmals unterwegs. Die Spiders stehen dabei für astreinen Garange-Rock mit gewissem Punk-Attitude. Ich hatte die Möglichkeit mit Dan ein wenig über vergangene Touren und die zukünftigen Pläne zu plaudern. Hier das Ergebnis!

Interview mit DAN WEBB AND THE SPIDERS

Dan Webb And The SpidersAFL: Hey Jungs! Wie geht’s euch? Stellt euch den Leser am besten mal kurz vor. Wie lange gibt es die Band und wie setzten sich DAN WEBB AND THE SPIDERS zusammen?

Hey! Unsere Band setzt sich wie folgt zusammen:
Dan Webb: Vocals /Gitarre
Chris Amaral: Gitarre / Vocals
Sean McAllister: Bass
Stephen Benson: Schlagzeug

Mit dieser Besetzung sind wir seit knapp einen Jahr unterwegs. Die Band selbst existiert seit 2009. Aus der Urbesetzung sind Chris und ich (Dan) aktiv.

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AFL: Wie kam es zur Gründung von Dan Web And The Spiders und zu den doch ungewöhnlichen Bandnamen?

Vor Jahren spielte ich zusammen mit Chris und meinen Kumpel Vera (welcher auch einige unserer Platten aufgenommen und über die Jahre häufig am Bass ausgeholfen hat) in einer Band Schlagzeug. Dort begann ich nach und nach eigene Songs zu schreiben. Immer wenn ich den Proberaum mit ein paar anderen Kumpels belegte um an diesen Songs zu arbeiten frage mich Vera scherzhaft ob heute wieder „Dan Webb And The Spiders“ proben. Irgendwann schrieb ich genug Songmaterial um meine eigene Platte zu produzieren. Damit ich die Songs auch live spielen konnte halfen mir meine Freunde. Das ist wie Dan Webb And The Spiders schließlich startete.

AFL: Welche Bands zählen den zu euren Einflüssen und wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Wir lassen alle unsere verschiedenen Geschmäcker in die Band mit einlaufen. Amaral hat zum Beispiel eine Vorliebe für Pop-Musik. Er steht auf Bands wie Paul Westerberg und The Beatels. Dazu hört er gerne Hardcore Punk wie Black Flag. Obwohl Sean eigentlich von der Hardcore Schiene kommt bietet sein Bassspiel vom Pop bis hin zum Soul alle Facetten. Stephen hat ein unglaublich umfassendes Fachwissen über all die Größen des Classic-Rocks. Außerdem ist er vermutlich der beste Gitarrist der Band. Ich wuchs mit Nirvana oder Punk-Rock Bands wie Cock Sparrer auf. Außerdem liebe ich Low-Fi. Angefangen von den frühen Modest Mouse Sachen, bis hin zu den großartigen Jay Retared.

AFL: Wow ziemlich facettenreich! Woher nehmt ihr gewöhnlich eure Inspiration für eure Musik? Und wovon handeln eure Songs?

Wir lieben es poppige Aufhänger und einprägsame Melodien zusammen mit ein wenig Aggression zu präsentieren. Ich schau außerdem viele Filme, oder les mal ein gutes Buch. Dabei erwisch ich mich immer wieder selbst wie ich daraus die besten Ideen stehle.

AFL: Ihr habt vergangenes Jahr das Album PERFECT PROBLEM veröffentlicht, welches von den deutschen Label GUNNER RECORDS für Europa veröffentlicht wurde. Wie kam es zu dem Kontakt zwischen euch und Gunner?

Wir haben unsere ersten beiden Alben selbst herausgebracht. Die Veröffentlichung von OH SHURE aus den Jahr 2010 bekam von den Zines Maximum Rock’n’Roll und Razorcake zwei ziemlich gute Reviews, wodurch Gunnar auf uns aufmerksam wurde. Das hat uns zusammen mit der Empfehlung eines beidseitigen Freundes, Jeff Rowe, mit Gunnar in Kontakt gebracht. So kam es letztendlich zur Zusammenarbeit der Band und Gunnar. Wir verdanken der Crew so wahnsinnig viel! Sie hat drei unsere Alben und eine 7inch veröffentlich. Als wäre das nicht genug hat uns Gunner Records 5 unglaubliche Touren geschmießen.

AFL: Ihr wart ja dieses Jahr bereits zum zweiten Mal in Deutschland auf Tour. Was mögt ihr an Deutschland und was eher weniger?

Da gibt es nicht viel was wir hier nicht mögen. Egal welche Show…es ist immer jemand da der sich um uns sorgt. Sie geben uns Essen, einen Schlafplatz und kümmern sich darum das wir immer etwas zu trinken haben. Überhaupt sind alle super nett. In der Regel können wir uns nur schwer an die ganzen Personen für die super Behandlung revanchieren. Es ist mehr als wir verdienen und das macht uns bereitet uns doch oft ein schlechtes Gewissen.

Auch die Menschen die Shows besuchen sind großartig! Die Leute kommen um sich bei lauter Musik zu bewegen und Spaß zu haben. Wir spielen mittlerweile vor größerem Publikum, was wirklich großartig ist. Auch weil wir jetzt schon mehrmals in Deutschland waren. So entstehen natürlich Freundschaften, was Grund ist Jahr für Jahr wieder zu kommen, um die bekannten Gesichter zu sehen. Wir haben sogar die große Fußballleidenschaft schätzen gelernt!

AFL: Wie war die Tour rückblickend? Und gab es irgendein persönliches Tour-Highlight?

Das war ganz sicher die bisher beste Tour von uns! Es war auf ganzer Linie ein voller Erfolg. Es waren sogar einige Shows ausverkauft, was bis dato absolutes Neuland für uns war! Deshalb war es auch finanziell nicht so ein Desaster wie die vorigen Ausflüge.

Mein Tour-Highlight in diesem Jahr war Berlin. Es ist einfach geil am frühen Abend den Flo im Ramones Museum zu besuchen, um dort ein kleine Akustik-Set zu spielen. Anschließend ging es quer durch die komplette Stadt, um eine weitere Show vor ausverkauftem Haus zu schmeißen. Großartiger Abend!

AFL: Wie unterscheidet sich deiner Meinung nach das deutsche vom amerikanischen Publikum?

Mir kommt es so vor, dass sich deutsche Besucher mehr auf neue Bands einlassen und auch mit den Bands beschäftigen. Sogar während unserer ersten Tour hatten wir Shows mit recht vielen Zuschauen und die Leute sangen zusammen mit uns unsere Songs. Von der Veranstaltungsseite her gesehen sorgen sich die Veranstalter hier viel mehr um das Wohlergehen einer Band. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass die Leute hier die Musik mehr Respekt schenken als in den USA. Musiker werden viel besser behandelt als bei uns.

AFL: Das hört man irgendwie öfters von Bands aus den USA! Wie setzt sich euer Publikum zusammen und was für Menschen vermisst ihr auf euren Shows?

Unser Publikum variiert von Show für Show. Kern bilden aber meist ältere Punk-Rocker. Jüngere Menschen ziehen wir eher weniger an. Es kommen mehr Leute unseres Alters zu den Shows die im Punk-Rock aufgewachsen sind.

AFL: Was sind den momentan so deine Lieblingsplatten?

Diese Woche höre ich viel The Arrivals, Thin Lizzy und Blaze Foley.

AFL: Was macht ihr sonst so außer Musik machen? Arbeit? Hobbies?

Wir haben alle verschiedene Jobs, die wir dafür aufwenden um die Band zu bezahlen. Ich interessiere mich außerdem für Baseball und freue mich auf die Saison, die endlich wieder losgeht. Ich arbeite außerdem mit Gunner Records zusammen. Ich versuche zurzeit Gunner Records USA zu starten, so dass die Veröffentlichungen auch in Amerika erhältlich sind.

AWL: Was sind eure Pläne für die Zukunft und wo seht ihr euch in 10 Jahren?

Wir schreiben im Moment neues Material für ein weiteres Album. Wir planen die Aufnahme-Session wieder auf verschiedenen Studios aufzuteilen…so wie wir es schon das letzte Mal gemacht haben. Am Ende haben wir dadurch einen ganz guten Überblick welches Studio am besten zu unseren Vorstellungen passt. Ich denke außerdem, dass wir Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres wieder auf Deutschland-Tour gehen werden.

Wie es mit Dan Webb And The Spiders in 10 Jahren aussieht ist schwer zu sagen. Ich gehe ehrlichgesagt nicht davon aus, dass die Band in 10 Jahren noch aktiv sein wird. Es wird wirklich kompliziert mit zunehmenden Alter Leute für ein Projekt, welches nicht auf einen kommerziellen Zweck ausgerichtet ist, zu finden und zu begeistern. Wir sind über die vergangenen 5 ½ Jahre sehr glücklich!

AFL: Abschlusswort und Grüße? Falls ihr der Welt sonst irgendetwas zu sagen habt raus damit!

Vielen, vielen Dank fürs Zeitnehmen, um mit uns zu plaudern. Wir schätzen das sehr!

AFL: Vielen Dank für das tolle Interview!

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