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Discipline – Stake Your Claim ::: Review (2016)

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Insgesamt 11 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum Downfall of the Working Man, was gleichzeitig wohl auch ihr Karrierehighlight war, kehren die Niederländer von Discipline zurück auf die Bretter, die die Wlt bedeuten beziehungsweise zurück auf den Tonträgermarkt. Dabei hatte man die Band nach der Inhaftierung ihres früheren Sängers Joost de Graaf schon abgeschrieben. Der schwer drogenkranke Mann hatte seine Frau im Streit umgebracht. Das dürfte ein relativ schwerer Schlag für die Band gewesen sein, handelte es sich bei Joost de Graaf wohl um eine der sicherlich bekanntesten Stimmen im Oi!/Hardcore-Punk-Zirkus Europas, wenn auch eine der umstrittenen. So wird die Band auch gerne mal zur Grauzone gezählt, dafür werden Texte der Alben Guilty as Charged (1996) und Bulldog Style (1998) zu Rate gezogen, die jetzt aber schon unfassbare 20 Jahre alt sind. Mittlerweile ist die Band jedoch wohl rehabilitiert, war die „Beweislage“ vorher schon recht dünn.

CD Tray [CDOUT]

All das konnte Discipline nicht stoppen und so steht sie jetzt mit einem neuen Sänger da. Merijn Verhees (ex-Banner Of Thugs, The Young Ones, Sparrow Falls) heißt der gute Mann und macht seine Sache recht gut. So gut sogar, das man den Sängerwechsel schnell vergessen hat. Elf neue Kracher präsentieren die Holländer auf ihrem neuen Album Stake Your Claim, erschienen am 27.5. über das von Roger Miret gegründete Label Strength Records. Musikalisch ist alles beim alten geblieben. Hardcore-beeinflusster Oi! und Streetpunk, der straight nach vorne geht. Typische Singalongs, ab und an dezente Metal-Gitarren. Ein Album, wie man es im britischen Oi! der 80iger vermuten würde, wenn auch eindeutig besser produziert. Themen? Auch hier das übliche: Kampf auf der Straße, Trinken, Hooligans, Oi! Oi! Oi! Einen Originalitätspreis gewinnt die Band damit sicherlich nicht, aber schon schön, sie wieder unter uns zu haben. Anspieltipps: das gut mitgröhlbare Get Me Outta Here, We Can’t Be Beaten und We Rule the Pub Now.

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