Wenn man sich einmal die Bands zu Gemüte führt, vor welchen North Alone bereits einmal im Vorprogramm spielen durfte, bekommt wohl jeder Freund des Punk-Rocks eine Gänsehaut. Denn mit den Bands hätte man auch gut und gerne so manchen Punk-O-Rama-Sampler füllen können. Ein kleiner Ausschnitt wären Bands und Künstler wie Joey Cape, Useless ID, Get Dead, Swingin‘ Utters und die Voodoo Glow Skulls. Das ist wie gesagt aber nur ein kleiner Ausschnitt aus über 500 Konzerten, die der Osnabrücker Solo-, Duo- oder Quintett-Künstler Manuel North so gespielt hat.

Warum ich damit dieses Review einleite? Weil diese Bands ganz klar die Richtung markieren, in die der neue und vierte Longplayer von North Alone abzielt…90er Punk-Rock!

North Alone (2020)
North Alone (2020)

Das ist auch die Musik und Lebensart die Frontman Manuel zu atmen scheint. Denn egal ob Solo, mit seinem Komagnon So-Kumneth, der ihn im Duo an der Geige begleitet, oder aber in der Full-Band-Form mit seinen Kollegen von Beardless, immer schwingen Erinnerungen an Tony Sly, seine Zeiten und großartige Punk-Rock-Abende mit.

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Diese Gefühle begleiten einen auch durchweg auf ihrem neuen Langspieler Punk is Dad, bei welchem der Titel den vorwiegenden textlichen Inhalt des Albums wiedergibt. Denn mit dem Schlaflied Napwagon, der Liebeserklärung For Milo an seinen 2018 geborenen Sohn und dem Titelsong Punk is Dad beziehen sich gleich drei Titel aufs Elternwerden.
Diese Tatsache hat mich Anfangs ehrlich gesagt auch etwas abgeschreckt, denn als in die Jahre gekommender Duolebender bin ich zunehmend von den Kinder-Themen genervt. Aber das ist eine andere Geschichte und ich möchte zum Album zurückkommen, denn bereits nach dem ersten Durchlauf der elf Tracks war meine Nervfalte verschwunden und stattdessen ein Lächeln auf meinem Gesicht zu finden.

Das lag vor allem an dem großartigen Songwriting und Liedern wie dem politischen Paukenschlag Alright Alt-Right, dem Descendents-Cover Silly Girl oder auch der Liebeserklärung an einen der besten Schuhe der Welt, Sk8.
Besonders hervorheben möchte ich aber auch noch den letzten Track des Album Application, welcher mit 1:09 leider recht kurz gehalten ist, mir aber persönlich mit am Besten gefällt. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich auch daran, dass er von dem feuchten Traum handelt, den wohl jeder von uns schon einmal hatte…einem Signing auf Fat Wreck Chords!

Fazit

Kurzum: Punk is Dad wird mehr als stabil von einem Gerüst aus Herzblut und Leidenschaft für Punk-Rock getragen und wird wohl auch dem Punk-Rock viele schöne Zeiten bescheren, der nicht soviel mit Folk-Punk anfangen kann.

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