Ein sehr merkwürdiges Album haben Power Müsli of Death mit Müsli bei die Fische da aufgenommen. Man ist ja viel gewohnt und bei einer Band mit diesem Namen kann man sicherlich auch keine ernsthaften Lyrics erwarten, aber so ganz vorbereitet war ich dann doch nicht.
Irgendwo auf dem Album heißt es: „Diese Lyrics machen keinen Sinn, aber was ist denn schon dabei“. Das muss ich mir bei dem ganzen Album denken. Denn: Es handelt sich bei dem Album um ein Konzeptalbum über Fische. Ja, genau, Fischpunk oder Anglerpunk. Songs wie Hol den Lachs raus (aus dem Song stammt das obige Zitat), Gebt den Reichen ihren Kaviar zurück – Fisch für Fisch und Neue Deutsche Gräte. Damit nicht genug, für jeden Song wurde ein eigenes Lyric Sheet gestaltet, mit Vorderseite die ein bekanntes Punkartwork persifliert, zum Beispiel Wizo bei Alles für den Aal, C-Side ist an Planet Punk von Die Ärzte angelehnt.
Die Songs meerandern (ich will auch mal) um verschiedene Punkstile, Hardcore-Punk, Fun-Punk, Polka-Punk, alles ist dabei, sogar ein bisschen Neue Deutsche Härte. Eine sehr merkwürdige Mischung mit sehr merkwürdigen Texten voller Wortspielen. Aber es funktioniert. Neben totalem Nonsense gibts aber auch Umweltaktivismus und Gesellschaftskritik. Das Album ist generell gut anzuhören, obwohl einem der Sinn dabei etwas abhanden kommt. Aber was solls. Punk mit Augenzwinkern sollte es immer geben und das ist schon ein witziges Album. Für Vinyl-Sammler lohnt es sich bereits wegen des Lyric Sheets.
Das Album wurde DIY veröffentlicht auf dem eigenen Label Müsli Music.
1. The Birth of Fisch 00:20
2. Gebt den Reichen ihren Kaviar zurück – Fisch für Fisch 02:36
3. Fisch über Bordrestaurant 02:59
4. Was Thunfisch 02:41
5. Neue Deutsche Gräte 03:25
6. Superfisch 02:14
7. Alles für den Aal 03:09
8. Enterlude 02:24
9. Zanderstruck 02:26
10. Die Ballade vom mutigen Manni 03:04
11. Hol den Lachs raus 02:24
12. C-Side 02:04
13. Ahoi Punks 03:28
14. Wollt ihr Meer 02:54



















