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STYG - 17.11.17 Nürnberg/Löwensaal
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Christmas

Zweite Station der Europatournee von Stick To Your Guns war am 17. November 2017 der Löwensaal in Nürnberg. Mit im Gepäck hatte die Band nicht nur Ihr neues Album True View, sondern mit Being As An Ocean, First Blood und Silent Planet noch drei weitere Bands, die es in sich hatten. Der Veranstalter hatte also ein richtig schönes Hardcore-Paket geschnürt – dementsprechend war der Gig am Nürnberger Tiergarten schon Wochen vorher ausverkauft.

Nachdem Silent Planet (Los Angeles) und First Blood (San Francisco) ihre Songs relativ zügig durchspielten, fand der Abend mit Being As An Ocean seinen ersten Höhepunkt. Die 2011 gegründete Melodic-Hardcore-Band aus Alpine, Kalifornien überzeugte mit einem unglaublich emotionalen und düsteren Auftritt. Ein Highlight war, als Frontmann Joel Quartuccio den Balkon des Löwensaals bestieg, um sich dann kopfüber in die Menge zu stürzen – unfassbar waghalsige Aktion, die für einige ungläubige Blicke im Saal sorgte!
Being As An Ocean waren definitiv eine der positiven Überraschungen an diesem Abend – auch das neue Album Waiting for the Morning to Come kann ich Euch nebenbei nur wärmstens empfehlen.

Joel Quartuccio – 17.11.17/Löwensaal
Photo by Sarah Reinhold

Gegen 22:00 Uhr kam es dann zur letzten Umbauphase und die Menge fieberte mit Pennywise’s Bro Hymn lautstark dem Auftritt des Headliners entgegen. Welchen ungemeinen Stellenwert die Band in der Szene geniest wurde sofort deutlich, als die Jungs aus Kalifornien die Bühne betraten.

Eröffnet wurde das Set mit zwei Stücken vom neuen Album True View: 3 Feet From Peace und The Sun, The Moon, The Truth… gefolgt von Nobody, What Choice Did You Give Us? und We Still Believe gab es kein Halten mehr im Hexagon des Löwensaals.

„I found a place to belong
So I went all in
I walked right in the mouth of it
And never looked back again
The only thing that remains
Through the loss and the pain
As for me, there was no other choice
I’m married to the noise“

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Stick To Your Guns machte mehr als deutlich, dass sie die Welle der Bands, die Anfang des Jahrtausends die Hardcoreszene überschwemmten, positiv mitprägen. Auch der mit dem Erfolg der letzten Jahre verbundene Umzug in größere Hallen, tut der Show dieser Band einfach keinen Abbruch. Immer wieder verwies Frontmann Jesse Barnett zwischen den Songs auf die Wurzeln des Hardcores hin, zudem machte er klare Ansagen gegen jegliche Form von Intoleranz und Rassismus – WORD!

Musikalisch bestand das Set zum größten Teil aus Songs der letzten Alben The Hope Division (2010), Diamond (2012), Disobedient (2015) und dem neuen Album. Zwischendurch gab es auch zwei Balladen zum Verschnaufen – Left You Behind und dem zur Akustikversion umfunktionierten The Reach For Me: Forgiveness Of Self. Songs wie Amber, Nothing You Can Do to Me oder Against Them All bekommen durch die unglaublich gute Liveperformance der Band einfach nochmal eine andere Qualität.

Die Band besticht durch eine unfassbare Energie auf der Bühne – Texte mit Aussagen wie in Stein gemeiselt und musikalisch immer am Limit – alles zu jeder Zeit kurz vor der Explosion

Fazit: Dieses tolle Band Package hat definitiv das Zeug dazu Tour des Jahres zu werden und sollte Pflichttermin für jeden sein der diesen Bands was abgewinnen kann. Alle noch Unentschlossenen sollten nicht mehr so lange zögern Tickets werden knapp bzw sind teilweise schon ausverkauft:

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4 Kommentare

    • Hey Alina ! Danke … Ende war gegen 23:30 Uhr , gab auch keine Zugabe – es wurde aber auch alles gespielt und gesagt – von daher alles gut 🙂

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