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Als Authority Zero im April verlauten ließen, dass Anfang Juni ein neues Album das Licht der Welt erblicken würde, war die Vorfreude groß: So viele tolle Momente konnte ich letzten Sommer mit der Band verbinden, sei es der Auftritt als Vorband von Strike Anywhere im Backstage München, bei dem sie der Kult-Band um Thomas Barnett komplett die Show stahlen, oder die meiner Meinung nach beste Live-Show auf dem letztjährigen Punk Rock Holiday – immer heizte die Band dem Publikum dermaßen ein, dass kein Fuß still stand und kein Körper trocken blieb. Lange Rede kurzer Sinn: Authority Zero sind live eine Wucht! Und auf Platte?

Broadcasting To The Nations heißt also das sechste Studio-Album und ist das erste seit „The Tipping Point“, welches im Jahr 2013 veröffentlicht wurde. 13 Songs präsentieren die fleißigen US-Amerikaner der neugierigen und stetig wachsenden Fangemeinde. Das Album wird am 02. Juni 2017 über Bird Attack Records veröffentlicht (und passt da auch hin wie die Faust auf’s Auge). Aufgenommen wurde es im legendären „Blasting Room“ in Fort Collins, Colorado, von keinem Geringeren als Bill Stevenson. Das sind doch schon mal gute Voraussetzungen…

Das Artwork von Broadcasting To The Nations ist relativ schlicht gehalten, mit `ner zertrümmerten Glotze groß im Bild. Passt insofern sehr gut zum Titel, allerdings ist mir das etwas zu einfallslos und naheliegend, im Gegensatz zum beispielsweise bereits erwähnten The Tipping Point.

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So, nun aber zum Wesentlichen, zur Musik: Bereits im Vorfeld wurde mit Bayside ein starker Punkrock-Song veröffentlicht, der in altbewährter Authority Zero-Manier druckvoll und gleichzeitig melodisch nach vorne geht. Neben der guten Produktion sticht vor allem die Stimme von Sänger Jason Devore heraus, die man wahrscheinlich aus tausend Stimmen heraushört.
Aber nicht nur Bayside muss hervorgehoben werden. Die Hit-Dichte auf dem neuen Album ist dermaßen hoch, dass ich gar nicht weiß welche Songs mir am besten gefallen, da jeder Song auf seine Art und Weise großartig ist. Auf der einen Seite gibt es schnelle Punkrock-Stücke, wie Destiny And Demise, Sevens oder No Guts No Glory die auf Live-Konzerten der pogowütigen Menge ordentlich einheizen werden. Auf der anderen Seite sind es die Ska-Punk-Songs wie Broadcasting To The Nations oder Revolution Riot (der sich durch ein saucooles Keyboard von den anderen Songs abhebt), die mich fast vom Sofa reißen. Und wäre das nicht schon genug, ist zusätzlich noch der ein oder andere ruhigere Reggae-Song, wie beispielsweise Summer Sickness auf Broadcasting To The Nations vertreten. Besonders angetan hat es mir aber die melancholische Hymne When We Ruled The World. Genau diese Vielfalt hat Authority Zero schon auf den letzten Alben ausgezeichnet – und tut es auch dieses Mal wieder. Einfach stark wie die Band immer wieder auf’s Neue den Spagat zwischen Punkrock, Ska und Reggae schafft, ohne dass es langweilig wird. Ganz im Gegenteil!

Und wer jetzt immer noch überzeugt werden muss soll doch einfach auf Jim Lindberg (bekannt als Sänger von Pennywise, also ein Mann vom Fach) hören, der über das Album folgendes zu sagen hat:

Authority Zero are a great American band.  They bring it every night they play and on every album, and this one is no different. It’s melodic hardcore at it’s best. Authority Zero bring it. Always.

Fazit: Broadcasting To The Nations ist eines der besten Alben, die bislang in diesem Jahr veröffentlicht wurden und die perfekte Einstimmung für den Sommer. Dafür sorgen neben Reggae- und Ska- auch die schnellen Punkrock-Songs. Devore‘s Stimme passt einfach perfekt zu jeder dieser Stilrichtungen und somit bringen Authority Zero ein absolut gelungenes Album an den Start.
Laut Informationen der Band sind Authority Zero auch bald wieder in Europa zu sehen. Wir sind gespannt!

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