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Claus Luer gastierte jetzt zwei Wochenenden hintereinander im Saarland. So spielte er mit Knochenfabrik auf dem wunderbaren Punk for Help Festival 2019 (siehe hier) und nun ein Konzert im legendären P-Werk. Leider war an diesem Abend nicht allzuviel los. Irgendwie schade, zählen doch Chefdenker schon lange zu meinen Favoriten.

Steinbeißer

Los gings jedenfalls relativ pünktlich kurz nach 8 Uhr mit Steinbeißer aus Ottweiler, die wir auch schon häufig hier gefeaturet haben. Die Band mit dem unendlich geschichtsträchtigen  Namen sind definitiv eine ziemlich gute Liveband und hatten trotz des geringem Zuschauerzuspruchs richtig Bock. So gab es einen bunten Reigen aus neuen und alten Hits. Besonders gefreut haben mich ihre Klassiker Der alte Pulk, Ekelhaft und faul und Gar nicht so hier. Und dann gabs nur die Frage: Welches Schleim-keim-Cover hätten sie denn gerne? Für Wohnzimmer-Revolutionär tauschten Sänger und Basser dann mal kurz die Instrumente und schon gings los. Ein schöner Gig!

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Pool Rules
Pool Rules

Marco von Pool Rules hat jetzt auch zwei Wochenenden mit Claus gespielt, denn er stand beim Punk for Help mit Die Schande von auf der Bühne. Dort hatten sich die beiden aber verpasst… Claus hat sich die ganze Chose jedenfalls aus der Nähe angesehen. Fand ich gut, sonst sieht man die Hauptband nur im Backstage rumlümmeln. Pool Rules‘ Punkrock nur mit Gitarre und Schlagzeug finde ich eine feine Sache. Hab die Band jetzt auch schon einige Male live gesehen und bin immer wieder sehr angetan. So auch dieses mal. Wie immer wurde auch die Split-Seite ihrer 7“ mit Community Service in Gänze gespielt. Ein neues Lied war auch am Start. Freue mich, bald etwas neues zu hören.

Chefdenker
Chefdenker

Chefdenker hatten dann etwas mit dem Sound zu kämpfen, der bei den vorigen Kapellen eigentlich recht gut passte. Dazu passte dann auch, dass ihr Gitarrist, der vor allem durch hammercoole Posen auffiel erst nach 3/4 des Gigs merkte, das seine Gitarre überhaupt nicht zu vernehmen war. Sachen gibts. Ansonsten war die Band gut drauf und man hatte fast das Gefühl, sie würden ihre gesamte Diskografie zum Besten geben. Das war wohl auch fast der Fall, denn der Gig dauerte gut 90 Minuten. Vielleicht etwas viel. Aber wie Claus zu Beginn sagte: einen leeren Saal kann man nicht mehr leer spielen. Dennoch fanden sich einige geneigte Zuhörer bei Klassikern wie Der Mann mit dem Hut, Hitlers Autobahn, Punkrock-Kavalier und Die Welt in 2-3 Minuten zum Pogo ein.

Etwas skurril wurde es dann, als der Schlagzeuger von Steibeißer dann Rollen vorwärts machte. Keine Ahnung… Noch skurriler wurde es, als die Band für einen Song jemanden aus dem Publikum suchte, der „nichts, aber wirklich gar nichts“ kann. So jemand war dann auch schnell gefunden. Er sollte einen Grashalm zwischen den Händen blasen, nur eben ohne Grashalm. Die Band begann zu jammen, dann war sein Auftritt und er sang irgendwas zusammenhangloses ins Publikum. Die Band jammte weiter und er verließ die Bühne. Dann ging auch Claus, weil er meinte, wenn der Background-Sänger von der Bühne geht, kann er ja auch mal austreten. So kam das Publikum in den Genuss einer Breaking-the-Law-Coverversion. Danach durfte die Band von der Bühne, während Claus einen Schlager zum Besten gab. Danach begann noch ein wunderbares Zugabenteil, bei dem das Publikum die Zugaben auf kleinen Zetteln ziehen konnte. Dabei auch einen Song, den eigentlich niemand spielen konnte. „Eine Weltpremiere, denn so haben wir den Song bestimmt noch nie gespielt,“ wie Claus danach versicherte. Zum Abschluss gabs dann noch 16 Ventile in Gold. Anschließend kündigte Claus noch an, jetzt alleine weiterzuspielen, um herauszufinden, wer als erster einschläft: er oder das Publikum.

Schön wars, auch wenn wenig los und der Gig meines Erachtens etwas zu lang war.

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