Wie gestern schon gespoilert, ging es heute wieder besser und vor allem pünktlich zur Beach Stage. Die war heute auch wieder mit vielen Highlights gespickt. Das Wetter war meines Erachtens sogar etwas erträglicher, als die Tage zuvor. Vielleicht hat es auch getäuscht, aber mir kam es so vor. Also dann, runter zum Strand, Bier in den Becher und ab vor die Bühne zu Stone Leek. Die Skatepunk-Band aus Japan werdet ihr bald etwas besser kennen lernen, denn ich hatte das Vergnügen, ein kleines Interview mit ihnen zu machen. Das wird aber noch ein bissl dauern, bis ich das fertig bearbeitet habe. Im Anschluss an diese sympathische und energetische Show waren es dann einmal mehr Krang aus Tschechien, die mich voll überzeugen konnten. Lustig, gut gelaunt und spielfreudig haben sie ein tolles Set aus schnellen Skatepunksongs und poppigen Midtempo Nummern gespielt. Die Zusammenstellung war an dem gemessen gar nicht schlecht, denn es war ein perfekter Übergang zum poppigen Punk a la Teenage Bottlerocket, den Dee Cracks aus Östrreich im Gepäck haben. Viel Power und Bock – so funktioniert das hier beim PRH. Egal ob Punkrock aus Österreich oder Saktepunk aus Japan.
Dann gaben sich ein paar alt Bekannte die Ehre, denn Bike Age aus dem Schwabenland waren weissgott nicht das erste Mal hier. Und mit ihrer witzigen und charmanten Art kommen sie auch sehr gut an. Dann eine Band, auf die ich mich auch auf dem Sbäm Fest schon gefreut hatte (da musste kurzfristig gecancellt werden): Templeton Pek. Irgendwie war die Vorfreude dann größer, als das Erlebte. Ich will es jetzt wirklich nicht schlecht reden, vielleicht fehlte mir da auch die perfekt passende Kondition, aber so ganz vom Hocker gehauen hat mich das nicht. Das exakte Gegenteil sollte aber direkt folgen: Die nächste brasilianische Band Under Influence. Und unter wessen Einfluss sie wohl stehen, das war realtiv schnell klar. Für mich eine Mischung aus Nofx und Satanic Surfers mit Gesangsmelodien, die teilweise sehr stark Richtung No Use gehen. Absolut begeistert.
Nun ab zur Main Stage und zu Maid of Ace. Aber nur ganz kurz, denn der Weg zur American Socks Bühne war heute das Ziel. Denn der gute alte Uli Sailor hatte sich angekündigt und sein Piano zum PRH gekarrt. Klugerweise hat er sich entschieden, die Setlist mit ausschließlich Coversongs zu bestücken. Das wurde von den zahlreichen Zuschauern auch mit viel Gesang und Applaus honoriert. Finito und wieder zur Main Stage, auf der sich da gerade noch War On Women tummelten. Da hab ich aber ehrlich gesagt nicht wirklich was mitbekommen, denn zwischendurch sollte auch mal etwas gearbeitet werden, damit es was zu lesen gibt. Und bevor es dann in den Pukrock-Tanzabend geht, schadet wohl ein kurzes Pausilein nicht.
Talco sollten den Reigen der tanzbaren Bands eröffnen. And please forgive me, aber ich werde mit denen seit einigen Jahren nicht mehr warm. fü mich hört sich das alles nur noch nach demselben Brei an. Ein Song, der kurz pausiert und eine Stunde durch geht. Selbst die Songs vom ersten Album wie La D´oro Della Morte sind weit nicht mehr mit der Power am Start. Zwei Gitarren und kein Gitarrensound, dafür ein Schlagzeug, dessen immer gleicher Beat sind in den Frontallappen ballert… Schade, ich mochte die mal wirklich sehr, fand´s aber eintönig und daher fad.
Gut, dass es Less Than Jake gibt. Mit der Band aus Gainesville machste halt einfach nichts falsch. Ob als Headliner, wie vor ein paar Jahren, oder als Co-Headliner: Das Publikum dankt es, die Bands dankt es und ich bin auch begeistert: 10 von 10. Außerdem sind in deren Set halt einfach Songs, die so viele Menschen seit 20 Jahren begleiten,die man auswendig kann, die man liebt. Und nebenbei ist die sympathische Art, die von der Bühne kommt halt noch ein Zuckerl on Top.
And now: Das Feindbild des Donald T. Der Horror sämtlicher Republikaner und MAGArschlöcher – Dropkick Murphys. Vom letzten Auftritt hier beim PRH weiß ich, dass auch Bands dieser Größenordnung alles über Bord werfen, denn sie wissen: die Bühne wird gestürmt. Da brauchte gar nicht auf Barrikaden oder so hoffen. Und die Bostoner haben das auch wieder angenommen und eine Show der Extraklasse abgeliefert. Es findet sich aber halt auch genug Material in ihrer Diskografie, um ein Publikum zum Ausflippen zu bringen.
I´m shipping up to Tolmin und melde mich dann wieder mit dem letzten Tag des diesjährigen PRH, der auch nochmal einiges an Wow im Gepäck haben wird. Tobi continues…


















