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Wenn ein Debütalbum wie Furys Paramount aus dem Jahr 2016, ohne jegliche Präsenz der Band in den sozialen Netzwerken, einen solchen Anklang in der Hardcore-Punk-Szene findet, hat dies im 20. Jahrhundert schon größten Respekt verdient. Und um es vorwegzunehmen, Druck kannte die Band aus Kalifornien bei ihrem neuen Longplayer Failed Entertainment scheinbar überhaupt nicht.

Fury haben ordentlich abgeliefert und haben dem, was bahnbrechende Veröffentlichungen angeht, sich noch im Winterschlaf befindenden 2019, einen mächtigen Arschtritt verpasst.

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Fury (Photo by Michelle Olaya)

Der Opener Angels Over Berlin macht schon richtig Bock auf die zehn neuen Tracks und steht auch gleich einmal für ein paar kleinere Detailänderungen zu seinem Vorgänger. Das Tempo wurde in einzelnen Songs wie Vacation, Mono No Aware oder New Years Days minimal gedrosselt und es klingt alles etwas rockiger als noch auf Paramount. Dennoch blieb man aber dem typischen Fury-Sound zu 100 Prozent treu. Die Band hat ihr musikalisches Spektrum etwas erweitert und es einen Tick eingängiger gestaltet. Jedoch kein Grund zur Sorge, Failed Entertainment besitzt noch genügend Tempopassagen sowie Hardcore-Elemente um dem Ganzen auch die nötige Härte zu verleihen.

Es bleibt eher zu klären wo Fury diesen progressiv, düsteren Sound herholt. Es liegt wohl daran, dass die markante Stimme des extrovertierten Sängers Jeremy Stith einfach perfekt zu den Instrumente passt und umgekehrt. Die Band variiert Tempo nach Belieben und steht gleichzeitig auf Gas und Bremse. Es ist alles perfekt aufeinander abgestimmt um nach Fury zu klingen. Songs wie Goodtime, America oder Lost In The Funhouse sprechen für sich. Höhepunkt des Albums ist das fast vier minütige Birds Of Paradise, das mit Verlauf so eine Energie und Fahrt aufnimmt, dass man meint man sitzt in einer Rakete.

Wie schon schon das Debütalbum (Song: The Feeling) wird auch dieses mit einer absoluten Groove-Granate beendet. Crazy Horses Run Free hätte der Melodie nach auch gut zu dem Social Distortion-Klassiker White Light, White Heat, White Trash von 1996 gepasst.

Wem diese Band bislang noch kein Begriff war, sollte dies spätestens mit Failed Entertainment ändern. Bisher beste Veröffentlichung der Saison und großer Anwärter auf eines der besten Alben des Jahres.

Tracklist:

01. Angels Over Berlin
02. Goodtime
03. Vacation
04. America
05. Inevitable Need To Reach Out
06. Birds Of Paradise
07. Mono No Aware
08. Lost In The Funhouse
09. New Years Days
10. New Years Eve (Melbourne) *
11. Crazy Horses Run Free

* Intro

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