Helmut Cool - Verbesserte Rezeptur
Helmut Cool - Verbesserte Rezeptur
- Werbung -
Dead Serious Recordings

Helmut Cool hatten mich damals mit ihrem Album Schlachtrufe BRD GmbH (2017) schwer überrascht. Kritischer Funpunk mit Selbstironie ist normalerweise nicht so mein Fall, sieht man mal von Bands wie Marionetz, den frühen Goldenen Zitronen und Ärzten ab. Insbesondere interessant finde ich die Vocals des Sängers Chris, die relativ monoton sind, was den Songs eine recht ungewöhnliche Note verleiht.

Am 09. November 2019 ist nun ihr zweites Album Verbesserte Rezeptur über Twisted Chords erschienen. Wie das Debüt ist es vor allem fröhlich geworden und bietet poppige Punksongs, die man schon nach einem Durchlauf mitgröhlen kann. Die Texte sind nicht sehr ernst, wenn auch kritisch. So werden Themen wie Rechtsextremismus und Homophobie leicht verpackt in Songs wie Deutschland-Wahn und Lieb doch wenn du willst. Die eigene Szene wird in Sex, Lachs & Rock’n’Roll sowie Regelwerk thematisiert. Natürlich werden auch die Deutschpunk-üblichen Themen wie Saufen thematisiert und ein Song wie Dreimal dumm gelaufen, bei der auf dem Tisch der Angebeteten jeweils ein fragwürdiges Objekt liegt, ist ist, naja, eben schon etwas Klischee.

- Werbung -
Stäbruch Festival

Viele Props gibt es für den Song Vinyl, der vom Kaufrausch so mancher Punker handelt und in dem sich der Rezensent auch gelegentlich wieder findet. Ganz besonders finde ich die Bandauswahl von Slime bis Vorkriegsjugend ziemlich gelungen. Ferdinand Führer vom Homestory-Magazin war für die Produktion zuständig. das Album ist als LP im 350g Cover mit Textinlay und Downloadcode, CD im 4seitigen Digipack mit Booklet, als limitiertes Tape und natürlich digital erhältlich.

Titelliste

1. Sex, Lachs & Rock`n`Roll
2. Lieb doch, wen du willst
3. Und ich hab dafür bezahlt
4. Deutschland-Wahn
5. Fragen
6. Pisse & Schweiß
7. Lyrik-Depp
8. Regelwerk
9. Verachtenswert
10. Schlafentzug
11. Vinyl
12. Sorry
13. Zechpreller
14. Dreimal dumm gelaufen

- Werbung -
BEWERTUNG
Bewertung
Vorheriger BeitragAUTHORITY ZERO mit Live-Album zum 25-jährigen Jubiläum
Nächster BeitragMAKEWAR mit weiterer Single aus neuem Album „Get It Together“
Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/), veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier.

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein