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In der Kategorie Platten der Woche stellen wir – das sind Jule, Fischi und Brello – euch jeden Freitag ein paar Scheiben vor, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Egal ob Klassiker oder Underground, ob Deutschpunk oder Post-Hardcore, Hauptsache es gefällt!

 

PASCOW – Alles muss kaputt sein

Zuerst muss mal gesagt werden, dass mir die Wahl des Pascow-Albums, welches hier und heute erwähnt werden soll, nicht einfach fiel. Sowohl Diene der Party als auch Alles Muss Kaputt Sein sind meine beiden All-Time-Favourite Pascow-Alben, deshalb hätten beide den Weg in diese kleine Rubrik verdient gehabt!
Da ich schlussendlich keine andere Wahl hatte als mich zu entscheiden, ist es Alles Muss Kaputt Sein geworden. Geiler Titel, geiles Album!
2010 auf Rookie Records erschienen, hauen Pascow hier 12 Hits raus, einer besser als der andere!
Trotzdem gibt es für mich einige Highlights auf der Platte: Ko Computer, Mond Über Moskau, Wir Glauben An Gar Nichts Und Sind Nur Hier Wegen Der Gewalt (auch ein geiler  Titel) und Too Doof Too Fuck.
Neben der guten Produktion, einem knackigen Bass und Gitarren, die immer wieder an der richtigen Stelle mit raffinierten Passagen die Songs auf ein anderes Level heben, ist es der unverwechselbare Gesang von Alex der Pascow ausmacht: Mal schreiend, mal leiser, aber immer zu 100% glaubhaft und überzeugt von dem was er zu sagen hat. Und dass das eine ganze Menge ist, steht außer Frage. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Bands muss der oder die geneigte ZuhörerIn bei Pascow auch selbst aktiv werden, denn die Texte drücken sich nicht in stumpfen Parolen oder glasklaren Aussagen aus. Es bleibt vielmehr Interpretationsspielraum, den man selbst für sich füllen muss. Also dann, viel Erfolg:

Ich glaube an gar nichts.
Ich bin nur hier wegen der Gewalt.
Alles muss kaputt sein,
all der Quatsch, der nervt.
Verbindung rausgerissen.
So einfach kann das sein
und das gibt Sinn…
… aber füttert mein Meerschwein
während ich tot bin.

 

 

Akne Kid Joe – Haste nich gesehn!

Auch wenn die Verbindung zu Pascow auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, bestehen da doch einige Schnittmengen zwischen den beiden Kapellen. Akne Kid Joe sind mit ihrer vier-Song-EP (+ Intro) auf dem selben Label gelandet, und durften infolge dessen vor kurzem für Pascow in Weinheim den Abend eröffnen.
Musikalisch geht das jedoch eher in eine andere Richtung. Denn Akne Kid Joe machen „zwei Akkorde-Deutschpunk, für ein Leben ohne Deutschland.“ Aber auch stumpfe Parolen sind manchmal geil und werden ebenso gebraucht wie kryptisch-verschachtelte Texte.
Haste nich gesehn! ist eine coole EP, welche, gespickt mit laienhaftem Gitarrenspiel, engelsgleichem Gesang und Synthis, den Spagat zwischen Asozialität, Ironie und Ernsthaftigkeit schafft. Wir freuen uns auf ein Album!

 

Kuballa – Auf dem Weg durch die Zeit

Kuballa aus Stuttgart ähneln stilistisch Pascow. Was mir aber mindestens genauso gut gefällt, ist das Artwork der EP Auf Dem Weg Durch Die Zeit. Ein Astronaut, der mit Papierfliegern um sich schmeißt, vor einer Weltraumkulisse. Sieht richtig stark aus!
Musikalisch ist das Ganze gut produziert, die Gitarren setzen an den richtigen Stellen Akzente und die Stimme von Sänger Tom ist keine Allerweltsstimme, sondern hat Wiedererkennungswert. Da solltet ihr alle mal ein Ohr riskieren, es lohnt sich!

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