„Show Your Setup“ mit David Schneiker von Bait

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Bait aus Würzburg gründeten sich im September 2013 und haben sich ganz dem Blackened Hardcore verschrieben. Einigen von euch sind sie vielleicht vom Stäburch Festival 2017 ein Begriff, bei dem Bait auch aufgetreten sind. Bait ist soundtechnisch eine Wand, die sich da vor einem hochmauert, an die nicht viele ran kommen.

Ein Grund für mich da einmal näher darauf einzugehen, wie so etwas entsteht! Hier kommen wir zu David, der wie ich finde, treibende Kraft spielt. David ist alles andere als ein 0815-Gitarrist – aber lest selbst. Wir nehmen den Stuff von David einmal genauer unter die Lupe und stellen hierzu noch ein paar Fragen!

AFL: Servus David, alles fresh? Danke dass wir dich mal in deiner, wie ich finde, sehr beeindruckenden Setup-Welt besuchen dürfen!

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David: Servus Schuldheis, altes Riffelblech, wie hänge die Löffl? Danke für die Anfrage, freut mich, dass es dich interessiert.

AFL: Bait ist seit 2013 Unterwegs, im Laufe der Jahre hattest du eine Les Paul eine SG, warum momentan eine RD? Und was für ne Klampfe hättest du mal gerne?

David: Naja, ich hab mich mal auf die Suche nach dem heiligen Gral begeben. Mittlerweile hab ich zumindest die Erkenntnis gefunden, dass es diesen nicht gibt und man viel Zeit in Equipment-Nerding verschwendet. Ich wollte immer ein RD aus den 70er und jetzt hab ich eine und denk mir „Hm, die SG war eigentlich auch nicht schlechter“. Ich hab mir jetzt von Vertical Guitars eine Gitarre nach meinen Wünschen bauen lassen. Jetzt werden die ganzen anderen Gitarren nach und nach verkauft und wieder auf das wesentliche konzentriert – Musik machen.

AFL: Du spielst zwei Verstärker, was man nicht all so oft sieht – hat das nur Soundgründe oder steckt da mehr dahinter?

David: An sich würde ein Verstärker ausreichen, allerdings klingt es mit zwei Amps einfach voller im gesamten Soundbild. Der Orange-Verstärker ist aus den 70ern und ziemlich muffig und bassig, der 800er hingegen typisch Marshall höhenlastig. Die beiden ergänzen sich, wie ich finde, ganz gut zu einem Bild. Und auf jeden Fall steckt da mehr dahinter. Mehr Amp = mehr Laut :D.

AFL: Der Orange und der Marshall sind ja eher klassische Rock Amps, warum keine Hi-Gain-Monster von Mesa oder Peavey?

David: Hab ich mir auch schon mal überlegt einen Mesa zu holen. Ich mag eigentlich so ziemlich alle Ampstile. Aber ich kann ja nicht 5 Amps spielen, sonst würde ich einfach für jeden Sound, den ich spielen will, einen anderen Amp wählen. Einen Fender für Cean, ein Vox für Crunch, einen Marshall für Rock und wenn es richtig ballern soll einen Mesa und so weiter. Aber mit den beiden kann ich ganz gut, das was ich wirklich brauche, abdecken.

AFL: Was hat es mit dem Harley Benton Ultimate Drive auf sich?

David: Das hat mir mal ein Freund empfohlen, danke Björn :D. Am Anfang war ich ziemlich skeptisch wegen Harley Benton, aber das Pedal ist wirklich Top. Auch im Vergleich zu höherpreisigen Pedalen steht es oft sogar besser dar und hat obendrauf ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Wenn ich jetzt nach den Lobpreisungen nicht eins umsonst bekommen von Harley Benton weiß ich auch nicht.

AFL: Du teilst dein Gitarrensignal mit dem Bigshot-Splitter und fährst so jeden Amp einzeln an, kann das Teil auch noch andere Sachen?

David: Es ist noch ein Phasenumkehrer, um die Phasenorientierung der Verstärker anzugleichen und ein Ground-Lift-Schalter um das Brummen zu verringern, das durch das Splitten manchmal entsteht, dabei. Ansonsten kann das Pedal außer das Signalsplitten nichts.

AFL: Die Hughes- und die Marshall-Box haben Greenbacks und V30er verbaut, warum diese Beiden Boxen mit der Bestückung?

David: Die Hughes hab ich mir mal mit 16 Jahren gekauft und gefällt mir eigentlich recht gut, könnte aber auch daran liegen, dass ich die Box schon seit über 10 Jahre spiele. Die Marshall hat mir im direkten Vergleich mit anderen Boxen am besten gefallen.

David, ich danke dir das du uns die Fragen beantwortet hast und ich bin gespannt ob da bald was neues zu deinem Setup dazu kommt!

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2015 als Solo-Projekt gestartet, ist AWAY FROM LIFE heute ein Team aus knapp 20 Freunden, die unterschiedlicher kaum sein könnten, jedoch durch mindestens diese eine Sache vereint sind: Der Leidenschaft für Hardcore-Punk. Diese Subkultur ist für uns kein Trend, sondern eine tiefverwurzelte Lebenseinstellung, etwas, das uns seit Jahren immer und überall begleitet. Hardcore-Punk bedeutet für uns, sich selbst zu entfalten. Dabei ist D.I.Y. für uns nicht nur eine Phrase: Wir probieren Sachen aus, lernen neues dazu und entwickeln uns weiter. Von der Szene für die Szene. Gerade deshalb hat es für uns oberste Prämisse, Personen aus dieser Subkultur zu supporten, die denken wie wir. Sei es Veranstalter, Labels oder Bands, unabhängig ihres Bekanntheitsgrad. Egal ob Hardcore-Kid, Punk, Skinhead oder sonst wer. Wir sind Individuen, einer großen Unity, die völlig zeitlos und ortsunabhängig existiert. AWAY FROM LIFE ist für uns ein Instrument diese Werte zu manifestieren und unser Verständnis für Hardcore-Punk auszuleben. Angefangen als reines Magazin, haben wir über die Jahre unser eigenes Festival, das Stäbruch, etabliert oder jüngst mit Streets auch eine Szeneplattform ins Leben gerufen, die für uns alle genutzt werden kann – genutzt für eine Sache, die uns verdammt wichtig ist: Hardcore-Punk!

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