SICK OF SOCIETY: „Musik ist Emotion. Missstände müssen laut und energisch angeprangert werden!“

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Nach dem Review zum neuen Album Perlen vor die Säue, das vor kurzem erschienen ist, stand Sick of Society auch für ein Interview bereit, das ihr im Folgenden lesen könnt. Schwerpunkt ist natürlich das neue Album, aber auch die 25jährige Bandgeschichte sowie ein paar andere Themen findet ihr im folgenden Text.

Sick of Society erleben heuer ihr 25jähriges Jubiläum. Vielleicht stellt ihr euch erst einmal kurz vor und versucht euch an einem kurzen Abriss eurer Bandgeschichte.

Steini: Wir sind seit kurzem zum Quartett gewachsen. Oli spielt Schlagzeug, Chris und Falko die Gitarre und ich den Bass. Den Gesang teilen wir uns, auch wenn ich derzeit die meisten Songs „singe“. Der Startschuss fiel 1989 als Wicked Power und 1993 erfolgte dann die Umbenennung in Sick of Society. Mit dem damaligen Line-up wurden drei Tapes und vier CDs veröffentlicht. Ich selbst bin seit 2002 dabei. Danach folgten drei weitere CDs bis es 2014 zum Ausstieg vom Fizzi kam. Nach einigen Shows mit verschieden befreundeten Gitarristen als Aushilfe sind Falko und Chris seit 2016 fester Bestandteil von S.o.S. geworden.

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Ein herber Rückschlag war sicherlich der Ausstieg von Sänger Fizzi. Auch auf die Gefahr hin, dass ihr die Geschichte schon oft erzählt habt, wie kam es dazu?

Steini: Der Ausstieg war natürlich ein Riesenschock für uns. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits eine kleine Tour durch England und anschließend ein paar Shows hier ausgemacht. Kurz bevor es losgehen sollte, musste Fizzi die Shows aus gesundheitlichen Gründen absagen. Natürlich haben wir alle damals gehofft, dass es nach einer Pause weitergehen kann. Das war übrigens auch der Zeitpunkt zu dem wir uns, um Fizzi zu entlasten, das erste Mal wieder darüber unterhalten haben, einen zweiten Gitarristen anzuheuern.

Knapp ein dreiviertel Jahr später fand dann auch der erste Gig in Viererbesetzung statt. Ein paar Wochen später hat Fizzi für sich entschieden, dass es für ihn gesundheitlich einfach nicht mehr machbar ist und deshalb Sick of Society endgültig verlässt.

Ist das auch ein Grund dafür, dass ihr seit dem letzten Album überwiegend deutsche Texte habt?

Steini: Nein, das hat damit nichts zu tun. Zehn Songs vom aktuellen Album sind noch zusammen mit Fizzi entstanden. Auch wenn wir einen Teil der Texte überarbeitet haben, waren sie auch damals schon auf Deutsch. Ich denke die Umstellung hat irgendwann um 2009 angefangen, als wir vermehrt mit Deutschpunk-Bands live gespielt haben. Das hat einfach abgefärbt. Außerdem hatten wir ja auf der letzten CD mit Fizzi auch schon über die Hälfte der Songs auf Deutsch.

Man geht ja niemals so ganz. Auf dem neuen Album stammen alle Texte und Kompositionen von ihm. Ist es schwierig, die Texte von jemand anderem zu singen? Und wie wird es weitergehen?

Steini: Fizzi wird natürlich immer ein Teil der SOS-Familie sein! Ich habe jedoch kein Problem damit seine Songs zu singen, zumal ohnehin nicht alle Songs von ihm kamen.

Einen Teil der Texte hat Oli geschrieben, „Es kommt die Zeit“ stammt von Falko und „Spieglein, Spieglein“ von mir. Wir haben bereits wieder einige neue Songideen, die meiner Meinung nach genau da anschließen, wo wir mit „Perlen vor die Säue“ aufgehört haben.

Von daher mache ich mir keine Sorgen was das Songwriting betrifft.

Chris: Ich muss gestehen, dass ich am Anfang schon ordentlich Respekt davor hatte, Fizzis Songs zu spielen und vor allem zu singen! Es war mir enorm wichtig, Oli, Steini und Fizzi keine Schande zu machen. Auch für die künftigen Songs ist es mein Anspruch, Ideen abzuliefern, die zwar frisch und neu klingen, aber gleichzeitig noch klipp und klar als S.o.S. zu identifizieren sind.

Sick of Society - Perlen vor die Säue ::: Review (2018)
Sick of Society – Perlen vor die Säue ::: Review (2018)

Gehen wir mal auf das neue Album Perlen für die Säue ein. Wie ihr meinem Review (hier) entnehmen könnt, halte ich es für ein ziemlich gutes Album. Wie sind denn die bisherigen Reaktionen insgesamt?

Steini: Es freut mich, dass dir das Album gefällt. Die bisherigen Reaktionen sind alle positiv. Hin und wieder kommt mal ein Kommentar, dass die Musik eher in die 90er gehört und Punk heute moderner klingen darf, aber das ist Ansichtssache! Wir wollten das Album so haben, wie es jetzt ist. Und seinen wir mal ehrlich, man kann es nicht allen Recht machen. Dafür sind die Geschmäcker zu unterschiedlich.

Chris: Tatsächlich gab es neben all den guten Reviews auch ein paar, die etwas weniger euphorisch ausgefallen sind, was aber völlig okay ist! Erstens wollen wir ja nicht nur wissen, was gefällt, sondern eben auch wo wir uns noch verbessern müssen und zweitens waren sogar die „schlechten“ Reviews nicht wirklich schlecht!
Zwar standen da solche Sachen wie „Nicht besonders innovativ, trotzdem gut gemacht!“ drin, aber das würde ich in Schulnoten immer noch als 3 oder sogar 3+ ansehen!

Erzählt mal was über die Aufnahmen…

Steini: Wir haben das Glück das jeder von uns die Möglichkeit hat, seine Parts zu Hause einzuspielen. Im Vergleich zu früher, als wir noch im Proberaum direkt aufgenommen haben, kann man sich so natürlich viel mehr Zeit lassen und genauer arbeiten. Das Reampen von Gitarren und Bass sowie Mix und Master wurden von Christian Schmid in der Music Factory in Waltenhofen gemacht.

Wieso klingt das Album trotz 25 Jahren Musizierens so frisch und wieso so wütend?

Steini: Musik ist Emotion. Und da derzeit so vieles in der Welt schief läuft kann man darauf doch nicht mit Guter-Laune-Musik reagieren, oder? Missstände müssen laut und energisch angeprangert werden!

Chris: Davon abgesehen steht uns die finstere Miene doch ganz gut, oder nicht?!
Wir sind zwar ein umgänglicher, geselliger Haufen, aber es macht einen Höllenspaß auch mal zornig zu sein, außerdem würde ein „Happy-Punkrock-Image“ doch gar nicht zu uns passen!

Ihr habt auch einen relativ starken Metaleinschlag. Wie kommt es dazu?

Steini: Oli und ich kommen ursprünglich eher aus der Metal-Ecke, daher ist es nur natürlich, dass wir unsere musikalischen Wurzeln in den Sound mit einfließen lassen.

Chris: Außerdem stehen wir alle auch mehr oder weniger auf Hardcore, was im Grunde genommen auch schon eine Kreuzung aus Punk und Metal  war… Wie Steini schon gesagt hat, das färbt einfach auf das eigene Spiel ab.  Persönlich empfinde ich die Platte gar nicht so „metalisch“… Auf älteren S.o.S.-Scheiben ist da deutlich mehr Metal zu hören!

Anarchie und KAOS ist ein großer Teil eures Bandkonzepts habe ich den Eindruck. Wie ist eure Vorstellung von Anarchie und was steckt hinter dem KAOS?

Steini: Ich glaube das erste Mal haben wir KAOS bei der Life Lines CD verwendet. Das war die erste CD die wir komplett im Proberaum aufgenommen und gemischt haben. Kurz davor haben Oli und ich einiges an Recording Equipment gekauft und nachdem es im Booklet besser aussieht, wenn da ein Studioname drin steht anstatt Proberaum und unsere Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachnahme zufällig KAOS ergeben war der Name geboren.

Oliver: Das sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Wir sind sicher nicht hier, um die Welt in Schutt und Asche zu legen. Für uns ist speziell der Begriff „Anarchie“ sehr stark mit der Kant’schen-Definition „Anarchie ist Gesetz und Freiheit ohne Gewalt!“ von Bedeutung. Für mich steckt in diesem einen Satz alles, was diese Band ausmacht. Ich glaube mehr muss man dazu nicht sagen.

Das Booklet enthält einen Hinweis auf Matthäus 7,6, also das Bibelzitat mit den Säuen. Warum ein Bibelzitat?

Oliver: Der Albumtitel ist auf meinem Mist gewachsen. In dem Zuge wollte ich dann natürlich auch wissen woher der Spruch eigentlich stammt und dabei bin ich als Ursprung auf diesen Bibelvers gestoßen. Wer mich kennt der weiß, dass ich mit der Bibel und Religion überhaupt nichts am Hut habe … ich meide sämtlichen „Vereine“, wie der Teufel das Weihwasser. Aber gut, dass ist ein anderes Thema … will mich hier nicht in Rage reden.

Das Zitat ist für mich einfach eine Mahnung an den Leser, dass Dinge die einem heilig sind, nicht negativen Kräften, Einflüssen, Bewegungen, etc. geopfert werden dürfen. Mit einer Vielzahl von Texten auf „Perlen vor die Säue“ wollen wir die Leute einfach darauf aufmerksam machen, was in unserer Welt schief läuft und dass man seine Perlen – was für uns Werte wie Freiheit, Solidarität, Toleranz, etc. sind – nicht einfach so opfern darf. Wir feuern mit unseren Perlen, also den Songs auf dem Album, vielmehr gegen alles und jeden, der unsere Wertevorstellungen torpediert und sabotiert. Das haben wir gleichzeitig auch versucht mit dem Cover bildlich und dem Intro hörbar umzusetzen. Ich denke mal, dass uns das ganz gut gelungen ist.

Warum ein Bibelzitat? Naja, weil das der Ursprung des Zitats „Perlen vor die Säue“ ist. Davon abgesehen haben wir absolut keinen Bezug zu irgendwelchen Religionen, Sekten oder sonstigen Dogmatikern!!!

Spieglein, Spieglein und Klare Worte … Ist es wichtig für Punkbands, sich klar gegen Nazis zu positionieren oder ist das „Preaching to the converted“?

Steini: Wir finden es wichtig klar Stellung zu beziehen! Vor allem in Zeiten wo einige Bands einen ähnlichen Sound spielen, sich aber hinter so Floskeln wie unpolitisch oder „nur“ patriotisch verstecken um ein möglichst großes Publikum anzusprechen.

Chris: Auf jeden Fall ist das wichtig!!! Zum einen hat man ja immer die Hoffnung, mal jemanden zu erreichen bzw. zum Nachdenken anzuregen, auch wenn die meisten Leute die uns hören, wahrscheinlich ohnehin schon unserer Meinung sind! Zum anderen finde ich es gerade im deutschsprachigen Rock-Bereich wichtig, sich klar zu positionieren!
Wie Steini schon richtig angemerkt hat, haben wir nichts mit Bands am Hut, die sich betont unpolitisch geben, sobald man jedoch an der Oberfläche kratzt, anderes zu Tage kommt!

Ihr seid in den Texten auch kritisch gegenüber der eigenen Szene (Kapunkitalismus). Meint ihr jemand bestimmten oder habt ihr schlechte Erfahrungen gemacht?

Chris: Nicht direkt! Im Dialog mit Veranstaltern hört man aber häufiger, dass Bands, die wie wir auch dem Hobby-Sektor angehören, enorm abgehobene Gagen verlangen, was natürlich schade ist, weil so auch viele potentielle, gute Shows nicht zustande kommen!

Auf der anderen Seite sollten Bands natürlich auch nicht draufzahlen müssen. Solange am Schluss der Sprit, die Unterkunft und die Verpflegung bezahlt sind, ist alles gut! Wenn noch etwas hängen bleibt … Dankeschön!

Ihr habt in eurer Anfrage für ein Interview extra betont, ihr wolltet mir erklären, warum Biersam für die Seele und Das S im Wort Arbeit keine Fun-Punk-Texte sind… Jetzt habt ihr die Gelegenheit…

Steini: Da beide Songs ernste Themen ansprechen, sehe ich sie nicht als Fun-Punk. In der heutigen Arbeitswelt geht es doch nur noch um die Gewinnmaximierung. Der einzelne Mitarbeiter muss immer produktiver und flexibler werden, im Gegenzug bekommt er jedoch immer weniger Sicherheit. So kann arbeiten einfach keinen Spaß machen!

Chris: Viele suchen den Ausgleich zum Alltagsstress am Boden einer Flasche, was sehr traurig ist! Es spricht wirklich nichts gegen das eine oder andere Bier in geselliger Runde bzw. auf dem Punk-Konzert oder gegen ein gelegentliches Schnäpschen! Wir belohnen uns schließlich selbst hin und wieder mit einem kühlen Hellen, man sollte jedoch stets aufpassen, dass aus der Gelegenheit keine Gewohnheit wird! Allerdings kann ich schon verstehen, dass „Biersam…“ gerne mal als Spaß-Punk verstanden wird.

Oliver: Wenn ich ehrlich bin habe ich in dem Song „Biersam …“ nie einen Song gesehen, der sich gegen Alkoholismus ausspricht. Es geht einfach darum, dass es ab und an o.k. ist, nach einem bescheidenen Tag, sich auch mal mehr wie ein Bier zu gönnen. Einfach alle Moralapostel und Gesundheitsfanatiker ignorieren und sich ein lecker Bierchen reinpfeifen. Man erfährt heute durch so viele Pseudoinstanzen Restriktionen und gutgemeinte Empfehlungen, dass man einfach auch mal sieben gerade sein lassen muss und einen Shit auf die Vernunft gibt. „Biersam …“ ist für mich einfach ein musikalischer Mittelfinger und ein Loblied an Bier.

Naja, hört Euch alle den Song selbst an und macht Euch selbst ein Bild. Prost!

Wer ist die Trümmerlotte?

Steini: Ich habe keine Ahnung ob oder wen Oli da im Hinterkopf hatte, als er den Text geschrieben hat. Ich denke man kann viel in den Text hineininterpretieren. Für mich geht es in dem Song um Vorurteile und Schubladendenken.

Oliver: Genau darum geht es im Allgemeinen. Aber der Text hat neben der allgemeinen auch eine persönliche Ebene. Ich habe vor einigen Jahren eine Person kennengelernt, deren Spitznamen Trümmerlotte war. Diese Person hat damals wohl einen bleibenden Eindruck bei mir  hinterlassen … Dinge und Personen sind auf den ersten Blick nicht immer so, wie sie scheinen. Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen!!!

Ha, ich hab den Hidden-Track gefunden… Nette Geste übrigens, find ich schön… Da hat man wenigstens noch was von den physischen Tonträgern…

Steini: Wir hatten auf der Niemals wie die Rest CD bereits einen Song den Oli mit einem alternativen Text eingesungen hat. Diesmal wollten wir ihn besser verstecken bzw. waren wir einfach der Meinung, dass er so nicht auf die neue CD passt.

Chris: Mich wundert es ehrlich gesagt, dass der Hidden-Track bisher von niemandem angesprochen wurde! Offensichtlich ist unsere Zielgruppe doch noch eher „Old-School“!
Mehr will ich dazu aber nicht sagen… Die Leute sollen ruhig selbst mal auf die Suche gehen.

Oliver: Erstens passt der Bonus-Track nicht auf die CD und zweitens sollte er da auch nie landen. Ich verfolge mit den von mir gesungenen Songs und den alternativen Texten dazu ein bestimmtes Konzept. Ich möchte darüber auch gar nicht näher sprechen. In jedem Fall habe ich schon eine Idee für das nächste Album, die ich dann hoffentlich wieder umsetzen darf. Das mein „Gesang“ bis dahin allerdings besser wird, wage ich zu bezweifeln …

So ist das Leben unterscheidet sich etwas vom Rest des Albums. Erzählt mal was zu diesem Song…

Oliver: Der Text des Songs stammt von mir. Den Text habe ich unmittelbar geschrieben, nachdem ich von Fizzis Erkrankung erfahren habe. In dem Song geht es darum, wie man umgehen sollte, egal wie hart es ist. Persönlich hoffe ich, dass der Song für Fizzi immer Antrieb und Motivation ist, nie aufzustecken. Ein sehr persönlicher Song für mich, gerade im Hinblick auf unsere Geschichte und der Tatsache, dass Fizzi die Musik dazu geschrieben hat. Jedes Mal, wenn ich den Song höre, kommt mir der Mai 2014 in Erinnerung. Ein sehr bitterer Song, aber auf der anderen Seite auch kraftspendend und motivierend.

Naja, ich bin ansonsten nicht unbedingt so sentimental, aber der Abgang von Fizzi war für Steini und mich härter, als viele außenstehende Personen glauben. Deshalb ist der Song so wichtig für mich. Ich bin sehr froh, dass es das Stück aufs Album geschafft hat … sehr froh!

Das übliche Frage/Antwortspiel. Was ist euer erster Gedanke zu:

Die Siffer –  

Chris: Grandiose „Hardchorpop-Gruppe“, mit ziemlich durchdachten Texten…
Außerdem unsere zweite Arschbacke!

Oliver: Gute Freunde, mit klügeren Texten als 99,99 % der restlichen Punk-Bands!!!

Steini: Die lange verschollenen Zwillinge von uns.

Dem neuen Album von Slime –

Chris: Let’s get united, don’t stay divided… Eigentlich `ne coole Platte! Nicht jeder Song darauf ist ein Mitgröler, aber die meisten kommen schon echt gut!

Oliver: Langweilig!

Steini: Sorry nicht mein Fall.

AFD –

Chris: Armutszeugnis für Deutschland… Wobei das Problem mit den Populisten derzeit ja nicht nur ein deutsches, sondern ein generelles ist, siehe Donald Trump, Marine LePen, etc.

Oliver: Die Geister die ich rief! Mittlerweile glaube ich, dass all diese rechten Emporkömmlinge und Populisten nur eine schmerzhafte Reaktion auf gegenwärtige Zustände sind, die wir dringend brauchen, um zu kapieren was wirklich falsch läuft und was es zu korrigieren gibt. Je schneller wir das kapieren und darauf angemessen reagieren bzw. Missstände beseitigt werden, desto schneller verschwinden diese Geschwüre auch wieder.

Steini: Ich kann bis heute nicht verstehen weshalb so viele Leute die AFD gewählt haben. Klar läuft einiges schief im Land, aber die Geschichte sollte uns doch gelehrt haben, dass Rassismus der falsche Weg ist.

Mark E. Smith –

Chris: Kürzlich verstorbener Musiker, nicht ganz meine Baustelle!

Oliver: Auch auf die Gefahr hin ausgelacht zu werden … kenne ich nicht!

Away from Life –

Chris: Noch nie davon gehört! Was soll das sein?!

Oliver: Hmm, ich glaube wir beantworten gerade ein paar Fragen für AfL … kann das sein? J. Ich persönlich bin froh, dass es Medien wie Euch gibt, wo auch kleine Bands wie wir eine Plattform bekommen. Danke!

Steini: Habt ein tolles Review zu unserer neuen Scheibe geschrieben.

 Wir haben eine Kategorie namens 10 Records Worth to Die For… Im Rahmen eines Interviews stelle ich auch immer gerne die Frage nach den 10 besten Platten…

Steini: Da würdest du wahrscheinlich von jedem von uns zehn andere Platten genannt bekommen. Zu meinen Lieblingsscheiben zählen auf jeden Fall:

Metallica – Masters of Puppets
Nirvana – Nevermind
Poison the Well – The opposite of December
Alarmsignal – Sklaven der Langeweile
NOFX – Pump up the Valuum
Slayer – Reign in Blood

Chris: Es gibt definitiv zu viele gute Platten, um sie in eine TopTen zu packen, aber Alben die mir immer und stimmungsunabhängig gut reinlaufen sind:

Rancid – And out come the wolves
Hatebreed – Preserverance
Fahnenflucht – Angst und Empathie
The Clash – London Calling
The Ataris – So long, Astoria
Bad Religion – Process of Belief

Oliver: Grundsätzlich gehen Scheiben von Jennifer Rostock, Iced Earth, Fahnenflucht, God Dethroned, Death, Bolt Thrower, Sick Of It All und natürlich The Casualties immer! Einzelne Alben zu nennen fällt mir aber echt schwer. Obwohl, das Debüt von Pro-Pain “Foul Taste Of Freedom” war für mich ein echter Meilenstein. Darüber hinaus stehen bei mir so viele Scheiben im Schrank, die ich hier nennen könnte, dass ich es aber lieber erst gar nicht probiere …

Wie sind eure Pläne für die Zukunft?

 Chris: Naja, was man als Band halt so macht… Erst mal mit der neuen Platte im Gepäck ein paar Konzerte spielen! Parallel dazu fangen wir schon mal an, an neuen Ideen zu arbeiten, es soll ja schließlich auch irgendwann einen Nachfolger zu „Perlen vor die Säue“ geben…

Oliver: Es dürfen gerne auch ein paar mehr Konzerte sein … speziell Open-Airs wären mal nett. Wir sind im Sommer stets unterbeschäftigt, obwohl wir eigentlich extreme Freiluft-Fanatiker sind. Als OA-Veranstalter her mit Euren Anfragen, wir hätten Bock! Danke.

Ich bedanke mich für das Interview. Irgendwelche letzten Worte?

Chris: Danke für das gute Review und das nette Interview, jetzt hätte ich gerne Bienenstich und Bier… Wo ist Oli eigentlich mit seinem Bienenstich und seinem Bier, wenn man ihn mal braucht??

Oliver: Shit, heute habe ich nur einen Frankfurter Kranz und eine Weißweinschorle im Angebot. Tut mir leid …

Auch von meiner Seite vielen Dank für die interessanten Fragen und das wohlwollende Review.

Leute holt Euch „Perlen vor die Säue“ und ladet uns zum Kaffeekränzchen ein … egal ob mit Bienenstich oder Frankfurter Kranz – Hauptsache Bier!!!

Steini: Danke und Prost!

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