Mit Still Cyco Punk After all Theses Years veröffentlichen die legendären Suicidal Tendencies um Frontman Cyco Mike (Mike Muir) nun ihr 13. Studioalbum über ihr eigenes Label Suicidal Records. Den Titel des Albums übernahmen sie von ihrem 1989 aufgenommenen Debüt, welches 1993 veröffentlicht wurde.

Suicidal Tendencies
Suicidal Tendencies (Pressebild)

Bei der Platte handelt es sich um ein (fast) komplettes Re-Release des 1996 von Mike Muir aufgenommenen Soloalbums Lost My Brain (Once Again).

Warum nur fast komplett? Cyco Miko Wants You und Ain`t Mess`n Around wurde auf der neuen Scheibe durch Sippin From The Insanitea, welches zwar schon existierte doch nie veröffentlicht wurde, ersetzt. Bisher die einzige große Unbekannte auf dem neuen Album.

Bei der Faktenlage zwingt sich einem natürlich sofort die Frage auf, warum ein Re-Release und kein komplett neues Album. Hat es den Jungs etwa an Inspiration und Muse gefehlt?

Denn auch für eine Kult-Band wie den Suicidal Tendencies kann es gewaltig nach hinten los gehen, eine Neuauflage des Soloalbums von Cyco Miko herauszubringen, welches für die Fans damals und heute eine Art Kultstatus erreicht hat.

Der Frontman selbst sagt zur Scheibe:

“Not retro, but taking it almost 25 years forward and making it a modern Cyco Punk record, it’s extremely dangerous after so many years, but damn, I love these songs and I feel them so much. Perhaps surprisingly more now than when I was 30! The music hits me hard, and the lyrics hit me harder.”

Mit diesem Statement trifft er für mich genau ins Schwarze! Das Album ist alles andere als Retromukke in der Moderne, denn Texte wie I spend my time trying to forget all of the times that I felt like shit, Too many things that I did for fun now I know I should have never done” sind einfach genial zeitlos, lediglich die Bedeutung für jeden Einzelnen wird sich wohl oder übel über die Jahre verändert haben, was übrigens ein wahnsinnig interessanter Aspekt des Albums ist. Urplötzlich kommen bei dir Erinnerungen und Feelings hoch, die du so gar nicht mehr auf der Kette hattest. Der Funke des Teils springt sofort auf dich über und das Feuer lässt sich nicht mehr löschen.

Die Cycos schicken dich kopfnickend mit einem fetten Grinsen auf eine Zeitreise zurück rund ums Jahr 1996 und das ganz ohne lästigen Fluxkompensator, dafür aber mit ordentlich Drive.

Fazit:

Die Jungs haben es wirklich geschafft, in gewohnter Manier, noch einen oben drauf zu setzen, einerseits mit Dave Lombardo (Slayer) an den Drums und andererseits in dem sie die Songs frischer aufgenommen, neu abgemischt und in passenderer Reihenfolge arrangiert haben, I love it, von daher ganz klare Kaufempfehlung von mir!

Ich freue mich jedenfalls schon die Band mit neuer Platte live zu sehen.

Tracklist:

  1. I Love Destruction
  2. F.U.B.A.R
  3. All Kinda Crazy
  4. Sippin From The Insanitea
  5. It’s Always Something
  6. Lost My brain Once Again
  7. Nothin To Lose
  8. Gonne Be Alright
  9. Ain’t Gonna Get Me
  10. All I Ever Get
  11. Save A Peace For Me

- Werbung -
Demons Run Amok

5 Kommentare

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein