10 Records Worth To Die For: #123 mit Oli (Bronco)

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Seit einigen Jahren sorgen Bronco aus der Schweiz für Begeisterung! Stonerrock mit Hardrock kombiniert fetzt unheimlich. Wer sie mal live sehen konnte, kann das nur bestätigen!

Gitarrist Oli verrät uns, welche Platten ihn daheim so umhauen:

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1The Gaslight Anthem – The 59 Sound

Es gibt wohl kaum eine Band, geschweige denn ein Album, die mich seit so vielen Jahren in jeder Lebenssituation begleitet. Geniale Melodien, verträumt-melancholische Texte und für jeden Roadtrip ein Grund das eine oder andere Bier zu killen. Leider haben The Gaslight Anthem, nach Sink or Swim und The 59 Sound kein Album mehr rausgebracht, was von vorne bis hinten funktioniert hat. Einige tolle Songs ganz klar, aber im Großen und Ganzen war wohl der Peak im Songwriting eben dieses Album.

2Every Time I Die – Ex-Lives

Wo soll ich da anfangen… Bei der Genialität der Lyrics, die Keith Buckley im Stile von Ernest Hemingway (“write drunk, edit sober“) schreibt, die wahnsinnigen und brutalen, doch melodischen Riffs und Breakdowns von Jordan Buckley und Andy Williams, die wie Gewehrschüsse aus dem nirgendwo kommen? Ich kann es nicht genau sagen, aber wenn ich auf einer einsamen Insel stranden sollte, dann bitte mit dieser Platte. Definitiv auch der größte Einfluss im Songwriting meiner eigenen Band.

3The Bronx – (I)

Mein erstes Mal mit dieser Platte war in Form einer CD im alten Volvo vom Vater unseres Bassisten, dem ich beim Umzug geholfen habe. Der erste Track Heart Attack American hat mir fast einen Herzstillstand beschert während der Fahrt, als nach dem Lo-Fi Intro Sänger Max zum Schrei ansetzt. 2003 erschien dieses Meisterstück, da war ich süße 12 Jahre alt. Es sollte wohl noch mindestens weitere 12 Jahre dauern, ehe ich auf diese Band aufmerksam werde und noch immer läuft die Platte regelmäßig hoch und runter bei mir.

4Death Is Not Glamorous – Spring Forward

In meiner Straigt Edge Phase habe ich liebend gerne das Fluff Fest in Rokycany, Tschechien besucht. Und 2011 war da diese Band, die eine Energie und Geschwindigkeit an den Tag legte, die diesem ganzen Post-Hardcore komplett den Wind aus den Segeln nahm. Das war purer, ehrlicher Punkrock ohne Schnickschnack und sogar einem Zitat von Albert Camus im Song „Invincible Summer“ (was mir damals noch recht egal war, mittlerweile aber umso mehr ein Grund ist, diese Band noch immer zu feiern). Was klingt wie Straight outta Cali ist hier Rett ut av Oslo (Straigt outta Oslo).

5Fidlar – Too

Poppig, trashig, nihilistisch, Party-Vibes – Ich war vom Debut schon ziemlich angetan, aber Garage-Punk bleibt nun mal Garage-Punk und erfindet sich nicht neu. Mit Too haben Fidlar mich aber endgültig erwischt. Ekstatische Heiterkeit des kalifornischen Lebensstils auf den Punkt gebracht.

6The Hellacopters – High Visibility

Beste Rock’n’Roll-Band aller Zeiten, was soll man dazu noch sagen.

7Turbonegro – Apocalypse Dudes

Jackass, Glam, Punkrock, ein Sänger, gezüchtet aus Satans Hämorrhoiden und ein Leadgitarrist, der mich seit jeher an der Gitarre hält und ein Fanclub, der irgendwann noch für meinen Untergang sorgen wird. Besser kann’s nicht sein.

8PUP – The Dream Is Over

So sehr aus dem Leben gegriffene Lyrics, spannende Arrangements und abwechslungsreiche Vocals – dass Kanada so viel Spaß machen kann, war mir schon bei der ersten D.O.A.–Show in unserem Städtchen klar (und irgendwie zieht sich die Begeisterung für Hockey durch die Szene, geil!)

9Turbowolf – Turbowolf

Synth-Punk mit richtig geilen Riffs, die Band macht so viel Spaß, auch wenn das letzte Release mir persönlich zu weich war. Dieser Erstling ist definitiv der Knaller!

10Verse – From Anger and Rage

Als Kleinstadt Punk war ich natürlich in erster Linie dem ausgeliefert, was halt an Musik so innerhalb der Familie vorhanden war (Black Flag, Dead Kennedys etc.) und den wenigen Shows, die man überhaupt besuchen konnte. Und da war dann plötzlich YouTube und die ersten Tiefschläge im Leben, die einen wohl unbewusst an Bands herantragen, die Leben retten können. Und so hat Verse den letzten Platz in der Liste ergattert – aber deshalb noch lange nicht den unwichtigsten. Wohin wohl all diese Bands aus dem Dunstkreis von Bridge 9 verschwunden sind?

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