Acht Eimer Hühnerherzen – s/t ::: Review (2018)

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Was soll ich denn mit Acht Eimer Hühnerherzen? Ich bin doch Vegetarierer und dazu sollen Herzen auch nicht gerade gut schmecken. Auf dem s/t-betitelten Debütalbum der Band um Johnny Bottrop (Jacho) von der Terrorgruppe findet sich aber auch genug Futter für Vegetarier, zum Beispiel Eis auf Ex. Die Band betitelt ihren Musikstil als „Powerviolence-Folk mit Kakophonie und Bindungsangst oder auch Wandergitarren-Hardcore, ein post-dadaistischer Soundtrack-of-our-Lives für die drei großen A s der Städte: Alleinerziehende, Alkoholiker und Allergiker… und alle anderen Lost Souls“. Ja, genau. Es hört sich tatsächlich so an… Bestes Lied ist definitiv Mittelmaß, endlich eine Hymne an die Langeweile, die so befreiend wirken kann. Auch die erste Video-Single Eisenhüttenstadt ist gelungen.

Die Musik kommt äußerst minimalistisch, Minimalschlagzeug, Bass, Konzertgitarre und über allem thront Apocalypse Vegas Gesang, der ganz schön rotzgörig daher kommt und dem ganzen einen charmanten punkigen Charakter verleiht. Alle Songs stammen von der Band, mit Jeden Abend wird allerdings ein Gedicht von Erich Mühsam vorgetragen.

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Irgendwo zwischen Art-Punk und Rotz-Folk wurde hier ein erstaunlich frisches Debütalbum entworfen, dass jeder hören sollte. Insbesondere die Leute, die auf Lassie Singers stehen, mit denen sich die Band am ehesten vergleichen lässt.

https://www.youtube.com/watch?v=tHp1KXMDhaI

PS: Das Album erscheint am 23. März 2018 über Destiny Records.

Titelliste

1. Intro
2. Neu in Dur
3. Mittelmaß
4. Sonntagslied
5. Tränengas
6. Händy
7. Eisenhüttenstadt
8. Eis auf Ex
9. Alles etwas übertrieben
10.Lederhelene
11. Kerosin
12. Nummer Neun
13. Jeden Abend
14. Und tschüss

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