Berthold City - What Time Takes (2019)

Ich weiß nicht mehr wie mir Berthold City zuerst aufgefallen sind. Entweder mit ihrem bekloppt klingenden Namen (so heißt der Font von Gorilla Biscuits, Youth Of Today, Side by Side etc.) oder dem Fremdscharm auslösenden Video zu Moment of Truth, indem sie wie wild gewordene Karnickel durch ihren Van hopsen.

Musikalisch war die gleichnamige 7“ zum Glück wesentlich besser, weswegen ich mir die neuen Songs der Band aus Los Angeles zwar nicht gerade herbeigesehnt, aber dem ganzen trotzdem recht optimistisch entgegen geschaut hab.

Nun ja, nach ein paar mal hören kann ich sagen, dass die vier Songs schon solide, aber an sich doch ziemlich langweilig sind.
Songwriting technisch passiert nichts überraschendes. Ok: erwartet bei dem Style auch niemand, aber es stellt sich bei mir einfach kein bisschen eines mitreißenden Gefühls ein.

An manchen Stellen hätte man vielleicht mit ein bisschen mehr Tempo noch was rausreißen können. So aber plätschern die Angelegenheit ohne jeglichen Wiedererkennungswert vor sich hin. Dazu kommen belanglose Texte und eine Produktion, die zwar fett, aber auch ziemlich steril ist. Irgendwie cool ist nur das Artwork. Zumindest stell ich mir so We’re Not In This Alone auf Höhe der Zeit vor.

Achja, sind Leute von Strife, World Be Free, Allegiance, haste nicht gesehen und willste gar nicht hören. Das macht die Angelegenheit nur leider auch nicht spannender. Live sicher ne gute Band (sieht zumindest bei YouTube so aus), deshalb mal abwarten wie die LP wird. Bis dahin würde ich euch dann in Sachen Youth Crew aber doch eher die letzten Sachen von Result Of Choise, Raw Brigade oder Tides Denied ans Herz legen.

Tracklist

  1. What Time Takes
  2. No One To Blame
  3. Beware The Snakes
  4. Broken Foundation
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Demons Run Amok

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