Best-Of HC-Punk: Jule’s Höhepunkte im Jahr 2017

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Was war das denn bitteschön für ein geniales Hardcore/Punk-Jahr? Wahnsinns-Veröffentlichungen, geniale Shows und unvergessliche Festivals! Diesen Monat werden wir euch deshalb jeden Wochentag unsere Höhepunkte des Jahres 2017 vorstellen. Unser Best-Of HC-Punk 2017!

Gleichzeitig dürft ihr uns bis zum 23. Dezember 2017 eure Highlights des Jahres in folgender Umfrage verraten.

Beantwortet hierfür einfach kurz folgende sechs Fragen und staubt mit ein bisschen Glück noch 1 von 2 Überraschungspaketen ab! Die Ergebnisse präsentieren wir euch dann im Januar 2018.

Jule’s Hardcore-Punk Highlights 2017

Ich mache nun direkt den Anfang und will mich ganz kurz bei euch vorstellen. Ich bin die Jule und ihr kennt mich von den Platten der Woche und Top 10 Songs und das sind meine Highlights des Jahres:

Alben des Jahres

The Menzingers – After The Party (Epitaph Records)

Ein – wiedermal – großartiges Album haben The Menzingers mit After The Party geschaffen. Nach 11 Jahren Bandgeschichte veröffentlichten die Punk-Rocker von The Menzingers ihr fünftes Album am 03. Februar 2017 auf Epitaph.

Grundsätzlich muss ich gestehen, dass ich bei neuen Alben von langjährigen Lieblingsbands mittlerweile sehr skeptisch bin. Die Vorfreude ist riesengroß und was folgt, ist oftmals eine riesen Enttäuschung. Nicht so bei After The Party – da war es Liebe auf den ersten Ton. Während es meinen Kollegen nicht auf die Tanzfläche zieht (lest seine Review hier) bin ich beim ersten Takt eines jeden einzelnen Songs schon eskalierend auf der Tanzfläche und singe jedes Wort aus Leibeskräften mit. Na gut, bei Black Mass gönne ich mir dann doch eine kleine Verschnaufpause – vom tanzen, mitsingen geht trotzdem. Aber sonst: jede Nummer ein Meisterwerk!

Smile And Burn – Get Better Get Worse (Uncle M)

Entdeckt habe ich diese Platte auf dem Uncle M Fest im April. Während ich am Plattenstand in einer Kiste gestöbert habe, kam ich ins Gespräch mit einer der Mitarbeiterinnen. Get Better Get Worse von Smile And Burn hat sie mir ans Herz gelegt und ich muss mich an dieser Stelle bei der netten Dame wirklich bedanken! Geiler Scheiß – genau das erwarte ich mir von einer Band. Laut, schnell, explosiv aber gleichzeitig immer kurz vorm emotionalen Zusammenbruch.

Am 3. Februar erschien die Platte auf Uncle M als viertes Album der Berliner. Mittlerweile habe ich mir auch andere Scheiben der Band angehört und ich kann meinem Kollegen (seine Review gibt’s hier) nur zustimmen: Smile And Burn haben einen unverkennbaren Sound. Der Beat treibend, die Riffs melodisch, der Gesang mehrstimmig – was will man mehr? Wer auf Indie-lastigen Punk-Rock steht, sollte sich diese Band nicht entgehen lassen!

The Flatliners – Inviting Light (Rise Records)

The Flatliners feierten dieses Jahr nicht nur ihr 15-jähriges Bandbestehen sondern veröffentlichten am 14. April auch noch ihr fünftes Album mit dem Titel Inviting Light. Natürlich haben wir auch zu dieser Scheibe eine Review – die findet ihr hier.

Soweit so gut. Erinnert ihr euch, als ich gerade noch meinte es gäbe so Platten auf die man sich mega freut und sie dann irgendwie nicht so gut findet. Hmm ja, so ging es mir mit Inviting Light. Als diese Platte erschien, war ich sowieso gerade im Flatliners-Modus und habe die Vorgänger-Alben Division of Spoils (2015) und Dead Language (2013) rauf und runter gehört. Im Gegensatz zu diesen Granaten ist Inviting Light wirklich ein bisschen Lahm. Aber wir sind hier ja nicht bei „größter Fail des Jahres“ – ganz im Gegenteil.

Keine zwei Wochen nach Release habe ich The Flatiners dann live gesehen, dass sich Mammals nicht nur als Album-Opener eignet war zu erwarten. Was die weiteren Songs des aktuellen Albums live können, war mir jedoch vorher nicht bewusst. Die meisten Nummern sind ruhiger und gelassener, man könnte sagen erwachsener, aber umso präsenter und vielfältiger zeigt sich Chris Cresswell. Eine Stimmgewalt die ich im Punk-Rock bisher selten erlebt habe. Die derben Tiefen hatte Chris ja bereits perfektioniert, aber jetzt glänzt er auch noch mit glasklaren Höhen, die für jede Menge Gänsehaut sorgen.

Nach diesem Live-Auftritt habe ich Inviting Light noch eine Chance gegeben. Meine Lieblingsplatte der Kanadier wird die Scheibe nicht, aber aus meiner Plattensammlung ist sie nicht mehr wegzudenken!

Silverstein – Dead Reflection (Rise Records)

Auf Silverstein’s neue Platte Dead Reflection war ich sehr gespannt. Zwar finden sich in meiner Plattensammlung auch neuere Alben der Post-Hardcore-Legenden, aber in mein Gedächtnis haben sie sich dann doch mit den Klassikern My Heroin und Smashed Into Pieces eingebrannt. Dass die Kanadier deutlich mehr drauf haben, hatte ich irgendwie vergessen.

Umso überraschter war ich, als mir das neue Album Dead Reflection in die Hände viel. Am 14. Juli erschien auf Rise Records das mittlerweile achte Studioalbum der Post-Hardcore-Legenden. Ich hatte es schon ein wenig früher zu Hause und durfte eine Review dazu schreiben. Diese findet ihr hier. Auch jetzt, knapp 5 Monate und eine Live-Show später, würde ich nichts an meiner Review ändern. Lediglich eine Ergänzung gäbe es: live gehen die neuen Nummern richtig gut ab!

Für den alltäglichen Hörgenuss ist mir Dead Reflection insgesamt zu emotional. Aber ab und an gibt es eben diese Tage, an denen genau so eine Platte die absolut Richtige ist.

Hot Water Music – Light It Up (Rise Records)

Auf dieses Meisterwerk habe ich, wie viele von euch sicher auch, lange gewartet. Ich muss gestehen, dass mich das Vorgänger Album Exister nicht wirklich von den Socken gehauen hat – warum auch immer.  Umso nervöser wurde ich als der 15. September näher rückte.  An diesem Tag veröffentlichten Hot Water Music ihre aktuelle Scheibe Light It Up auf Rise Records und das lange Warten hat sich wirklich gelohnt. Schon mit dem Opener Complicated haben mich die Herren aus Gainesville wieder in ihren Bann gezogen.

Versteht mich nicht falsch, ich mag Chuck Ragan. Ich mag ihn auch als Solokünstler wirklich gern. Gegen den Charme seiner Stimme komme ich einfach nicht an. Aber mit Band im Rücken ist er noch so viel stärker. Was Light It Up angeht muss ich eigentlich gar nichts mehr sagen, lest einfach die Review meiner Kollegin – die trifft’s auf den Punkt. Ich für meinen Teil, freue mich auf jeden Fall wahnsinnig auf die anstehende Tour im nächsten Jahr!

Hier außerdem ein Interview, das wir mit Hot Water Music führen konnten.

Konzert des Jahres

Dieses Jahr habe ich wirklich nichts anbrennen lassen. Auch die bereits erwähnten Menzingers, Flatliners und Silverstein habe ich mir nicht entgehen lassen. Die beste live Show lieferten dann aber Three Chord Society am 9. September im Knust in Hamburg ab. Leider war das ihre letzte Show, der Abend bleibt jedoch unvergessen. Drei Stunden haben die Bad Segeberger 200% gegeben und die Bühne ein letztes Mal nach 14 Jahren Bandgeschichte abgerissen. Nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich haben die Herren überzeugt. Ein mitreißenderes, emotionaleres und familiäreres Konzert habe ich bisher selten erlebt.

Persönliche Höhepunkte mit AWAY FROM LIFE

Mein Einstieg bei AWAY FROM LIFE war auch direkt ein absolutes Highlight. Mit meinem Konzertbericht über das Uncle M Fest in Münster, habe ich meinen ersten Artikel veröffentlicht. Starke Bands, geiles Publikum und jede Menge Spaß und auch sonst gab es dieses Jahr nie etwas zu meckern, wenn Uncle M seine Finger im Spiel hatte. Den Konzertbericht gibt es hier zum nachlesen. Ein weiteres Highlight war natürlich – wie sollte es auch anders sein – das Punk Rock Holiday. Ich muss gestehen, dass ich aus verschiedenen Gründen Festivals eher meide. Aber das Punk Rock Holiday ist im wahrsten Sinne des Wortes Urlaub. Traumhafte Location, familiäre Stimmung und richtig starke Bands – was will man mehr? Außerdem habe ich dort, dann auch endlich einen Teil des AWAY FROM LIFE Teams kennengelernt. Unseren Rückblick findet ihr hier.

Natürlich ist es nicht immer nur Spaß für ein Online Magazin zu schreiben, stundenlang am PC sitzen, sich den Kopf über neue Alben zerbrechen und Interviews transkribieren – puh. Wenn man allerdings mit The Prosecution einen gemütlichen Plausch hält, dann ist auch das ein wahres Highlight. Was mir die Jungs über ihr neues Album The Unfollowing und ihre bisherige Karriere verraten haben, könnt ihr hier nachlesen.

Für das nächste Jahr wünsche ich mir…

Hätte ich 2016 schon für AWAY FROM LIFE geschrieben, hätten es wahrscheinlich zwei Newcomer auf diese Liste geschafft. Trash Boat mit ihrem Debüt Nothing I Write You Will Change What You’ve Been Through und MakeWar mit Developing A Theory Of Integrity. Zwei richtig starke Bands von denen ich mir für das Jahr 2018 Nachschub wünsche. Man munkelt Trash Boat seien bereits im Studio! Auch live würde ich mir diese beiden Bands (wieder) nach Deutschland wünschen.

Aber natürlich stehen bereits schon ein paar Termine für das Jahr 2018 an, auf die ich mich jetzt schon ganz besonders freue. Ich will ja nicht angeben, aber meine Karte für die Hot Water Music Show in München habe ich schon! Für insgesamt vier Konzerte kommen die Legenden nach Deutschland, das sollte man sich nun wirklich nicht entgehen lassen. Meinen Strandurlaub, werde ich dann wieder auf dem Punk Rock Holiday zelebrieren. Kann also nur ein gutes Jahr werden!

Demons Run Amok - Fest

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