Hot Water Music – Light it Up (CD/LP – 2017 – Rise Records)

Das Comeback-Album nach dem Comeback-Album

Nachdem Hot Water Music 2012 das damalige Comeback-Album „Exister“ veröffentlichten, wurde es bald wieder ruhiger um die Herren um Chuck Ragan, der in den letzten Jahren vor allem als Solokünstler unterwegs war und nebenbei durch das Posten einer Unmenge von Angelausflugsfotos sowie Outdoor-Erlebnissen auf Instagram präsent war. Man durfte also durchaus gespannt sein, was das nächste Comeback-Album der Band so bringt.

Für das insgesamt achte Album hat sich die Band ohne Produzenten ins Studio begeben.

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Wenn du im Studio einen kleinen Fehler machst, kann das ein Glückstreffer sein. Wenn du mit Produzenten arbeitest, muss man häufig viel ausdiskutieren. Live sind wir ja auch nicht perfekt.
-CHRIS WOLLARD-

Als Vorgeschmack des am 15.09.2017 erscheinenden Albums haben die Herren aus Gainesville Never Going Back ausgewählt. Serviert wurde die Single mit einem simpel aber hübsch gemachten Lyric-Video im Stile des künftigen Albumcovers. Beim Hören des Songs geht einem das Herz auf. Authentische Hot Water Music Nummer mit der Qualität einer weiteren Hymne gesungen von Chuck Ragan. Definitiv hat man sich damit einen der stärksten Songs aus dem Album als Vorbote ausgesucht.
Das Album eröffnen die Herren jedoch mit Complicated. Die eingängige Melodie des Rafrains könnte einem eigentlich direkt im Ohr bleiben, würde einen der nächste Song und Namensgeber des Albums Light It Up nicht direkt wieder eine gänzlich andere, sehr schnelle und punkrockige Facette des Albums aufzeigen – ebenso bei Vultures. Dennoch bleibt das charakteristisch-melodische auch bei den klassischeren Hot-Water-Music-Hardcore-Punk-Nummern nie wirklich auf der Strecke. Satte Backing Vocals und Zweistimmigkeiten wie bei Never Going Back oder Rabbit Key schaffen stets Athmosphäre. High Class Catastrophy gehört für mich ebenfalls zu einer der aussagekräftigsten Nummern, die gleichermaßen von einem kaum gefühlvoller rüberzubringenden Gesang, einem starken Text und einprägsamen Melodien getragen wird. Mit Take You Away findet das Album einen gebührenden, hymnenhaften Abschluss.
Was bleibt ist ein Lagerfeuergefühl inklusive des imaginären Geschmacks eines Whiskys mit Chris Wollard auf den Lippen, während Chuck Ragan einen dabei fest aber doch gefühlvoll in seinen Bart wickelt.

Unter’m Strich

Nach gut einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte gelang es Chuck Ragan, George Rebelo, Jason Black und Chris Wollard ein gleichermaßen vielseitiges wie autenthisches Hot Water Music Album zu veröffentlichen, das wohl alte Fans sowie neue Sympathisanten überzeugen sollte.

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