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Knochenfabrik am 9. November 2018 im P-Werk

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Optimist

Ob ich es noch dieses Jahr schaffe, den Konzertrückstand aufzuholen, kann ich nicht sagen. Immerhin bin ich schon mal im November und damit bei einem der besten Konzerte des Jahres. Zumindest was mein Erleben angeht. Konzerte, bei denen ich 60 Minuten lang Pogo tanze sind rar gesät.

Aber zunächst die traurige Nachricht, dass ich Die Relevanten verpasst habe, die erste lokale Band, in diesem Fall aus Saarlouis.

Dann folgt gleich die traurige Nachricht, das ich Project 13/14 nicht verpasst habe. Aus Saarbrücken wohl, enthalte ich mich jeden Kommentars, damit die mich nicht beim nächsten Konzert verprügeln. Ach egal, man muss schon sagen, das war wirklicher Mist, Haus-Maus-Reime, blödsinnige Texte übers Saufen, Riffs, die man schon tausendmal gehört hat… Aber das schlimmste waren die Texte, die sich so anhören als hätte ein Erstklässler sein erstes Gedicht geschrieben. Das beste war noch eine Pet -Sematary-Coverversion… Uff…

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Ninetynine

Aus irgendeinem Grund hatte ich Operation Semtex immer für eine Grauzonenband gehalten. Nun, falscher hätte ich damit wohl nicht liegen können, machte doch schon der Backdrop klar, dass es sich dabei um eine 100% antifaschistische Band aus dem Ruhrpott handelt. Musikalisch dachte ich am Anfang, dass sie zwar deutlich besser waren, als die Band davor (was nicht so schwer war), aber auch nicht wirklich erste Sahne. Aber da irrte ich mich, denn im Verlaufe des Gigs wurden die Songs immer besser. Vielleicht brauchten sie einfach ein paar Songs, um zueinander zu finden. Die späteren Tracks waren auf jeden Fall besser und haben mich ziemlich überzeugt. Langsam begann auch die Stimmung besser zu werden. Als Anheizer ziemlich cool.

Knochenfabrik waren dann eines meiner Konzerthighlights des Jahres. Thema des Abends war „Du spielst das selbe Riff von früh morgens bis grad eben/Weil ausgerechnet jetzt eine Saite reißt“. Nicht nur, dass sie diesen Klassiker natürlich auch gespielt haben, riss ziemlich am Anfang dann tatsächlich eine Saite an Claus‘ Gitarre. Routiniert wurde diese, begleitet von vielen mehr oder wenigen klugen Sprüchen, wieder eingespannt und der Gig konnte weitergehen. So kam die Akustik-Version von Im Fadenkreuz etwas früher als geplant. Ansonsten, was soll man über die Songauswahl sagen? Die Band hat nur Hits, beide Alben sind absolute Klassiker und das Publikum konnte auch jedes Lied mitsingen. Und Pogo gabs den ganzen Gig über, außer bei Toni Schumacher, das frenetisch gefordert wurde und später in einer fast zehnminütigen Version dargeboten wurde. Dazwischen gab es Ansagen, wie die Band an einer Autobahnraststätte einen blauen Elefanten gezogen hatte und ziemlich stolz darauf war. Das Publikum feierte aber auch alle anderen Lieder ab, ein absolut exzellenter Abend… Die Trackliste hab ich weiter unten geknipst. Mir fehlte glaube ich ein Song zum perfekten Glück. Da ich aber im Abstand von acht Wochen auch nicht mehr weiß, welches, kann man das wohl verschmerzen.

Wir, als alte Investigativ-Journalisten, bringen natürlich keine Fake-News, sind ja schließlich nicht Der Spiegel… Sondern Außenreporterin Annika fragte nach einem Beweisfoto von dem blauen Elefanten. Man hat schließlich auch schon Stories über weiße Mäuse gehört. Dieses wurde uns dann auch gewährt… Ist er nicht hübsch? Wie Wayne und Garth sagen würden… not. Aber selten.

 

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