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The Old Firm Casuals – This Means War ::: Review (2014)

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The Old Firm Casuals haben seit ihrer Gründung 2010 massenweise Singles und Splits veröffentlicht und drücken so richtig aufs Gaspedal. Das Trio um Rancids Lars Frederiksen gaben in dieser Zeit auch massig touren. Dabei gab es auch immer wieder Kritiker, die den Werdegang von Lars von Punk zum Skinhead, als Verrat, Schauspieler oder sonstiges bezeichneten. Dabei sagt Herr Frederiksen schon früher, dass er sich sobald seine Haare ausfallen würden eine Glatze verpassen lassen würde. Er ist halt doch auch nicht mehr der aller Jüngste…

Fast alle Veröffentlichungen wurden auf den 24-Track Album For The Love Of It All 2013 zusammengefasst. Tolle Songs gab es da schon haufenweise, doch überzeugte mich die Produktion nicht ganz. Im Sommer 2014 sollte sich das ändern als die Casuals This Means War veröffentlichten. Dabei wandelte sich die Band in gewisser Form. Nicht nur auf die Aufnahmequalität wurde mehr wert gelegt, sondern auch die Songs ändern sich im gewissen Ausmaß. Während die Songs zuvor eigentlich alle Oi! Songs im Stile der alten Working Class Heroes aus Großbritannien waren, ist This Menas War doch einiges Punk-Rock-lastiger und abwechslungsreicher.

“Perry Boys here we stand and here we fall” (Song: Perry Boys)

Klar haben die Songs noch einen gewissen „Skinhead-Oi-Spirit“, aber der Soundtrend geht eindeutig mehr in Richtung Lars Hauptarbeitgeber Rancid. Der Titelsong This Means War erinnert mich zudem stark ans Lars` früheres Bandprojekt Lars Frederiksen And The Bastards. Aggressiv, schneller Song der richtig steil geht!

Das Album im Allgemeinen ist sehr vielfältig und alles andere als eintönig. Schön abwechslungsreich. Dennoch erkennt man stets die Handschrift der Band. So geht es in den starken Track Eternal City sehr ruhig zu, was ein schönes Gegenbild bietet. Fast schon melancholisch sorgt der Song für ordentlich Gänsehaut. Durch die über das ganze Album durchgezogenen Tempowechsel kommt nie Langeweile auf. Die Songs schwanken dabei zwischen 80er Oi! und amerikanischen Streetpunk. Es kann auf alle Fälle ordentlich mitgegröhlt werden.

Fast schon episch und ein Hit für die Ewigkeit ist Perry Boys. Mein großer Höhepunkt des Albums. „Hey! Hey! Hey! –Perry Boys here we stand and here we fall”. Keine Ahnung wie oft ich den Song schon zusammen mit meinen Freunden gehört und gesungen habe. Eine Hommage an die Vinyl-Platte setzt der Song Needle On Your Record. Für ordentliches Pub-Feeling sorgt hier ein eingesetztes Klavier.

Zu erwähnen ist dabei nicht nur der gewohnt starke Gesang von Lars, sondern der Bassist hat ein ordentliches Organ. Beide teilen sich den Text mehr oder weniger auf.

Aufgrund der Abwechslung, den musikalischen Können und einer blitzsauberen Produktion eines der Oi!-Punk-Alben des Jahres 2014.

Anspieltipp: Perry Boys, This Means War, Watford Tuxedo
Genre: Oi!, Hardcore-Punk, Streetpunk
Für Fans von: Rancid, Cock Sparrer, Last Resort, Agnostic Frontfacebook (3)

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