Mein drittes Wonk-Unit-Konzert. Und wie sagt man gerne: Aller guten Dinge sind drei. Wohl war, aber ich nehme an, auch ein viertes Mal wird nichts schlechtes dabei rumkommen. Dafür ist die Band zu sympathisch. Aber der Reihe nach. Zunächst: Tante Anna ist nicht gerade die größte Lokalität in SB. Eigentlich eine kleine Kneipe (am Ende der Straße, ach ich stehe immer noch unter dem Eindruck der Betontod-Bonus-CD) und keine Konzertlocation, sind Wonk Unit zum zweiten Mal vor Ort. Die Livequalitäten der Band haben sich sichtlich herumgesprochen, denn schon bei der Vorband ist der Laden knüppelvoll.

Larry Otter jedenfalls haben ihre Fanbase mitgebracht, die auch gut und gerne mitsingt. Persönlich weiß ich nicht genau, was ich von der Band halten soll. Das geht alles in die Pascow-Richtung, teilweise die gleichen Riffs, ähnliche kryptische Texte. Live kann die Gruppe auch was, ohne Zweifel. Und sicherlich ist es gut die richtigen Vorbilder zu haben. Aber was macht denn eine Band wie Pascow aus? Pascow waren und sind etwas neues am Punkrock-Himmel, innovativ und einzigartig. Auch wenn es ähnliche Bands gibt, die teilweise im gleichen Kosmos zu Hause sind, man erkennt die Band aus ihnen heraus. Dies 1:1 zu kopieren, wird Larry Otter nicht weiterbringen. Ich hab mir dennoch mal das Album über Amazon gekauft und es ist gar nicht so schlecht, aber aus meiner Sicht ist es eben einfach nicht echt. Die Band muss unbedingt eine eigene Identität finden, als Anheizer waren sie ok, aber es muss irgendwie weitergehen. Achso, als Zugabe spielten sie dann auch ein Pascow-Cover. ist leider etwas he, das Konzi und ich war schon draußen, deshalb weiß ich nimmer was.

Den Vorwurf nicht einzigartig zu sein, kann man Wonk Unit jedenfalls nicht machen. ich halte sie für eine der besten Livebands dieser schönen Erde. Und so entführten sie uns auf eine Reise durch ihr bisheriges Schaffen. Wer in der Gallerie die Setlist findet, fragt sich, wie sie das schaffen. Zwar sind die Lieder nicht sehr lang, aber das waren schon krass viele. Und die Setlist stimmt nicht mal, für die Zugaben wurde improvisiert und andere Songs noch drauf gesetzt. Natürlich durfte ihr Megahit Horses nicht fehlen. Dann auch noch viele Songs vom aktuellen Album Terror, zum Beispiel der fantastische Opener Dayjob Wanker und Christmas in a Crackhouse. Dazu gabs Geschichten aus dem Leben von Sänger Alex Johnson in breitestem britischen Akzent. Da musste man nicht alles verstehen, was gesagt wurde. Das Publikum zeigte sich entzückt. Es gab Pogo, was der Bedienung etwas zusetzte und auch etwas Crowdsurfing. Surft mal in die Gallerie und winkt zurück. Jaja, ich weiß, die Kameraquali. Aber wir sind ein Punkfanzine, also stfu. Gegen Gästeliste haben die Jungs zwar was (Je M’appelle Alex), aber bei dem Konzert gabs das sowieso nicht. Stattdessen ging der Hut um.

Sicherlich eines der besten Konzerte dieses Jahres!

Demons Run Amok - Fest

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