Duchamp - Slingshot Anthems (2021)
Duchamp - Slingshot Anthems (2021)
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WTF Records

Vier Freunde begeben sich in einem Sommer in den 80ern auf ein Abenteuer – und zwar im Filmklassiker „Stand by me“ von Stephen King. Einige Jahre später sind nun vier Musikerfreunde auch auf dem Weg in ein Abenteuer. Das Abenteuer heißt Gründung einer neuen Band und Veröffentlichung des Debütalbums. Der liebenswerte und charakterstarke Teddy Duchamp aus „Stand by me“ ist hierbei der Namensgeber.

Von der Schnapsidee zur neuen Band

2020 ist ein Jahr in dem viele Musiker aus der veränderten Situation heraus Neues für sich entdecken und alte Ideen endlich umsetzen. So auch Donots Frontmann Ingo Knollmann, der von Peter Tiedeken (Gitarre; One Man And His Droid, Pale, The Robocop Kraus und Station 17) überredet wird sich ein paar Demos anzuhören und darauf zu singen. Innerhalb von nur vier Tagen entstehen so vier komplette Songs und der Wunsch eine Band zu gründen. Mit Benni Thiel (Schlagzeug; Schrottgrenze und Jochen Distelmeyer) und Christian Kruse (Bass; Adam Angst, Waterdown, Schrappmesser und Pendikel) ist das illustre Quartett vollständig. Als Duchamp veröffentlichen sie nun am 20. August 2021 ihr Debüt Slingshot Anthems über End Hits Records und Solitary Man.

Duchamp (Pressebild, 2021)
Duchamp (Pressebild, 2021)

Gastauftritte von Szene-Legenden

13 Songs, die die staubige Luft von 80er/90er Ostküsten Punkrock atmen. Gepaart mit der Unbedarftheit und dem Drive von frühem Old School Posi Hardcore. All das verpackt in eine knackige und zeitgemäße Produktion. Und warum nicht auch noch ein paar Szene-Legenden mit dazu holen um es noch authentischer zu machen? So glänzt das Album mit Gastauftritten von erklärten Jugendhelden wie Jason Shevchuck von Kid Dynamite und None More Black. Brian McTernan von Battery und Be Well wirken auf Slingshot Anthems ebenso mit wie die Punk-Heroen Dave Smalley (Dag Nasty, Down By Law) und Stephen Egerton (Descendents). 

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Das klingt zu sehr nach All-Star-Band? Möglich, aber warum auch nicht? Slingshot Anthems ist laut Ingo eine Herzensangelegenheit und eine tiefe Verbeugung vor der Melancholie und Melodie von Dag Nasty, Lifetime oder den Descendents und ein feister Mosh-Nacken von der Energie und Geschwindigkeit von Bands wie Kid Dynamite, Gorilla Biscuits oder Grey Area. Und das kann ich definitiv so unterschreiben.

Spürbare Spielfreude trägt das Album

Das Album besticht durch die deutlich merkbare Spiel- und Experimentierfreude. Starke Gastbeiträge wichtiger Pioniere der geliebten und gelebten Varianz von Punk und Hardcore machen das Debüt so spannend. Es saugt die Einflüsse des Hardcore Punk der 80er und 90er auf und zaubert daraus eine Platte, die niemals aus der Zeit gefallen klingt und eine Brücke zwischen damals und heute schlägt.

Mich persönlich hat bereits die Veröffentlichung der ersten beiden Singles The Art of Defiance und Old Dogs Don’t Die so dermaßen in eine nostalgische Stimmung versetzt, dass Duchamp direkt mein Herz erobert haben. Zudem oute ich mich hiermit als Donots Fan der ersten Stunde und freue mich immens Ingo wieder auf Englisch singen und shouten zu hören. Dann noch der Verweis auf einen meiner Lieblingsfilme aus Kindertagen – Begeisterung pur. Oder auch eine Art musikalische Midlife-Crisis? Und sei es drum – aus genau dieser Stimmung heraus ist das Album wohl generell auch erst entstanden und das finde ich prima.

Die Songs sind abwechslungsreich, machen einfach Spaß und führen dabei auf eine Zeitreise. Mit seinem Ohrwurmcharakter ist Train Dodge mein Lieblingssong der Scheibe. Schnell, melodiös, mit stimmigem Zusammenspiel der Vocals von Ingo Knollmann und Brian McTernan. Und nebenbei noch ein Denkmal an die berühmte Zug-Szene aus oben bereits genanntem Film. 

 

Tracklist

Duchamp (Pressebild, 2021)
Duchamp (Pressebild, 2021)
  1. I Wanna Be Your Tool
  2. The Art Of Defiance (feat. Jason Shevchuk – KID DYNAMITE, NONE MORE BLACK)
  3. Non-Exister (feat. Stephen Egerton – DESCENDENTS, ALL)
  4. Teeth Gone Missing (feat. Dave Smalley – DAG NASTY, ALL, DOWN BY LAW, DON’T SLEEP)
  5. Video Games And Coffee
  6. Black Water
  7. Train Dodge (feat. Brian McTernan – BATTERY, BE WELL)
  8. Old Dogs Don’t Die
  9. Nobody Ever Said Fuck The Fire Department
  10. Don’t Pass The Torch
  11. 50 Seconds Of PMA
  12. The Good Fight
  13. Chopper, Sic Balls!
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