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Itchy – All We Know ::: Review (2017)

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Itchy – All We Know (CD/LP – 2017 – Arising Empire)

ITCHY ist kein Pupskind mehr.

Itchy haben das vermeintliche Pupskind auf die stille Treppe verbannt und sind nun ohne es zurück mit einem neuen Album mit dem Namen „All We Know“, welches am 21. Juli 2017 erscheint. Nach über 15 gemeinsamen Jahren als Band darf man ruhig mal mit dem Finger über dem Reset-Knopf kreisen und einige Punkte hinterfragen. Genau genommen bleibt es dann im Grunde bei der sympathischen Band, die nun lediglich den in Fankreisen eh bereits etablierten Kurznamen Itchy trägt.
Wie bei einer friedlichen, einvernehmlichen Scheidung scheint man mit dem alten Namensanhängsel zwar durchaus viele positive Zeiten zu verbinden, dennoch ist nun zumindest partiell eine Zeit gekommen um neue Wege einzuschlagen und alten Ballast abzuwerfen.

Das 7. Studioalbum „All We Know“ klingt weniger nach radikalem Neustart sondern viel eher nach einer Platte, die durch einen Prozess, eine Weiterentwicklung von bisherigen Werken und Erfahrungen gezeichnet ist.
Textlich ist man erwachsener geworden und hat so manche Jugendsünde über Board geworfen; die Texte sind stellenweise sozialkritisch und politisch, kommen weniger flapsig und dennoch überwiegend unbeschwert daher. „Nothing“ war als erste Single-Auskopplung von „All We Know“ wohl auf ihre noch sehr nach alten Pupskind-Zeiten klingende Weise eine wenig repräsentative Vorbotin der neuen Scheibe. Musikalisch sticht besonders „Black“ aus dem sonst recht fluffig-poppigen Album durch ungewohnt harte Riffs hervor. Besonders pop-lästig klingt „Before you go“. Nummern wie beispielsweise „Stuck with the Devil“, was sich als Opener übrigens äußerst gut macht, oder „Danger“ sind überaus  tanz- und singbar, was besonders bei einem im Sommer während laufender Tour erscheinenden Album gut kommt: Ihr habt dieses Jahr – solltet Ihr nicht bereits das Vergnügen gehabt haben –  auf diversen Festivals und Clubshows die Möglichkeit Itchy live zu sehen. Zudem sind Sie aktuell mit Bad Religion unterwegs. „The Last of Us“ bietet als letzte Nummer der Platte ein hymnenartiges Ende.

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Optimist
Alles in allem überzeugt „All we know“ wohl alle Hörerinnen und Hörer, die ebenfalls über die letzten Jahre ihr inneres wildes Pups-Kind hinter sich gelassen oder zumindest 1-2 erste graue Härchen aus dem sonst noch farbenfrohen Haupthaar gezupft haben und sich nun mit der Gelassenheit des Alters einer etwas facettenreicheren Band gegenüber öffnen möchten.
Dass die Scheibe was für hartgesottene Fans sowie Itchy-Neulinge sein könnte hat man auch bei der Ausführung der kaufbaren Güter bedacht:
Ihr habt die Wahl zwischen der normalen CD, der Vinyl-Scheibe oder aber zwischen verschiedenen Tonträgern als Box mit allerhand nettem Schnickschnack wie Seesack, Zusatz-Disk mit Remixes, signiertem Holzkärtchen oder Poster / Zeitung, die ihr euch ähnlich adrett brennend vor’s Gesicht halten könntet, wie der Herr auf dem Cover. Sollte die Nummer jemand bringen bitten wir um Fotos. Aber Obacht: Safety first!

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