Meanbirds - Confessions Of An Unrest Drama Queen
Meanbirds - Confessions Of An Unrest Drama Queen

Als ich mitbekam, dass Rejected Youth-Sänger Magenta Caulfield mit Tim und Stefan zwei Mannen um sich geschart hat, um fortan mit ihnen unter dem Namen Meanbirds wieder zu musizieren, verfiel ich fast in eine Art Euphorie.

Meanbirds (Photo by Arne Marenda, 2019)
Meanbirds (Photo by Arne Marenda, 2019)

Denn ich feierte die Nürnberger Polit-Punks von Rejected Youth nicht nur in ihrer aktiven Phase von 1998 bis 2012 sehr ab, sondern tue dieses  immer noch und so freute ich mich sehr, als ich vernahm, dass Meanbirds am 21. August ihr Debütalbum Confessions Of An Unrest Drama Queen veröffentlichen werden.

Allerdings verblasste die Euphorie Anfangs etwas, als ich mit On The Crusade den ersten veröffentlichten Song des Albums zu hören bekam. Denn der Song, der vom Selbstmord des ehemaligen Rejected Youth-Bassisten Kalle Kalkowski handelt, fiel doch ganz anders aus, als ich mir den Sound der Band vorgestellt hatte. Der Sound klang viel mehr nach „Garage“ als nach „Street“ und dennoch hat er was.

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Was er hat erfuhr ich dann, nachdem ich mir das Album in Gänze zu Gemüte geführt hatte.

Er hat das, was auch alle anderen Songs auf diesem Album haben, nämlich keinerlei Genre-Form und das ist für mich, der sich mit einigen Ausnahmen gerne innerhalb von Genre-Grenzen bewegt, Anfangs tatsächlich ungewohnt gewesen.
Nachdem ich dem Album aber ein paar Umdrehungen gegeben hatte, war ich voll drin in Songs wie Set The World On Fire oder Out Of Vogue und auch wieder versöhnt.

Denn die roughe Energie, die ich Anfangs vermisste, spürt man in den lässig daherkommenden Songs, die im Midtempo an manchen Stellen mal mehr Rock und dann wieder mehr Punk sind, doch unterschwellig über die gesamte Spielzeit von knapp einer halben Stunde.
So kehrte von Umdrehung zu Umdrehung sogar ein Teil der Euphorie zurück, denn mit diesem Album haben Meanbirds zwar keinen Start-Ziel-Sieg errungen, sich aber dennoch an die Spitze hervor gekämpft und ich freue mich bereits auf ihr nächstes Release!

Ich habe keine Lust mehr, mich in ein vorgeschriebenes musikalisches Korsett zu zwängen. Daher habe ich mir beim Schreiben der Lieder auch keine Gedanken mehr darüber gemacht, ob sie ein bestimmtes Genre bedienen. Und auch inhaltlich sind die neuen Songs deutlich persönlicher geworden. Viele Texte handeln von Zwiespalt, Selbstzweifel und dann aber auch wieder von Aufbruch und Zuversicht.

(Magenta Caulfield)

Meanbirds-Bassist Tim haben wir übrigens unlängst in unserer Rubrik HC History zu einem Gespräch gebeten und Schlagmann Stefan berichtete uns in der Rubrik Support Your Locals von Hardcore-Punk-Bands aus dem bereich Nürnberg, die man unbedingt kennen sollte.

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