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Dead Serious Recordings

Ich bin so selten im Devils Place, obwohls eigentlich ein schicker Laden ist. Normalerweise kriege ich die Konzerte dort selten mit, doch diesmal traf ich A Millions Day-Sänger Peter eine Woche vorher (Review hier) und er machte mich insbesondere heiß auf die Vorband. Also war ich tatsächlich pünktlich vor Ort… Der Saal war auch gut gefüllt und füllte sich im Verlauf des Abends noch weiter.  Wie der Gitarrist von Million Days sagte: „Kein Wetter für dicke Leid…“ Dementsprechend warm wurde es im Club… aber egal, Schwitzen soll bei Erkältung helfen, also ab ins Nachtleben und on with the show…

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Stäbruch Festival

Everything in Boxes ist eine noch recht junge Band aus Baden-Württemberg. Irgendwo zwischen Indie, Punk und Emo stellt sich die Band auf, die gerade die EP Merciless Weather veröffentlicht hat. Und man kriegt mich definitiv mit Songtiteln wie Moving Slow (To 90’s Punk Rock). Wurden glaube ich auch alle Songs von dieser wirklich fantastischen EP (Bandcamp-Link hier) gespielt. Zum Abschluss gabs noch ein tolles Cure-Cover. An einem Freitag, wo man eh in Liebe ist, ist das natürlich eine super Sache. Weiß nur nimmer welches, es war jedenfalls nicht Friday und nicht Boys Don’t Cry.

A Million Days ist ebenfalls eine fantastische, aber noch recht junge Band, wobei sich alle Musiker ihre Sporen schon bei anderen Bands verdient haben. Ihre Demo-EP hatte ich hier besprochen. Alle vier Songs wurden auch auf der Show gespielt. Ging los mit meinem Lieblingssong Plastic Skeletons, leider ohne Gastsänger Marco. Leider verpasste ich den einzigen Crowdsurfer des Abends beim Besuchen des örtlichen Örtchens… Zwischendurch gabs Props an Veranstalter Polarlight Booking. Aber auch die anderen Saarbrücker DIY-Veranstalter Rück’n’Roll, Haifischblut und auch das neue All-Girl-Booking-Komitee Cuter Us wurden bedacht. Da kommt noch einiges auf die Saarbrücker Szene zu. beendet wurde der Million-Days-Gig von Samiams Sunshine, bei dem sich doch einige aus dem Publikum erstaunlich textsicher zeigten.

Shoreline aus Bad Münster sind sicherlich die Band der Stunde. In der redaktion haben wir uns die Köpfe um das neue Album Eat My Soul eingeschlagen (das Review von Chrissy könnt ihr hier nachlesen) und es dürfte ein heißer Kandidat für das beste Album des Jahres darstellen (gut, bei mir nicht, seit Jade steht der Sieger für mich fest). Ihr melodischer Punkrock ist mitreißend, emotional ohne anbiedernd zu wirken, etwas besonderes in dieser Szene. Und das merkt man auch an ihrem grundsympathischen Auftreten. Live natürlich ein bisschen härter als auf Platte knallen Songs wie Hana, Bent / Broken oder What Sucks Is Now Hidden richtig gut rein. Dazu noch ein deutliches Bekenntnis zur #MeToo-Bewegung und damit auch eine deutliche Ansage gegen jedwede Art von Sexismus.

Entgegen ihrer Gewohnheiten gabs dann tatsächlich auch eine Zugabe. Ein wunderschöner Abend mit drei außergewöhnlichen und durchweg sympathischen Bands.

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